21. Dezember 2019 | Allgemein

Adventskalender 2019

Egal, wie alt man ist – über einen Adventskalender freut sich jeder! Um im täglichen Trubel der Vorweihnachtszeit die Vorfreude auf das Fest zu steigern, haben wir hinter den Türchen in unserem metropolitan Adventskalender 2019 die schönsten Traditionen der Advents- und Weihnachtszeit versteckt. Schließlich ist Weihnachten auch das Fest der Freunde und Familie.

Adventskalender 2019 – Motto: Die schönsten Traditionen in der Weihnachtszeit

Unsere Autoren, aber auch einige Kollegen, haben uns ihre liebgewordenen Rituale verraten und lassen uns daran teilhaben.

Fröhliche Weihnachten!

Adventskalender Tür 23

Egal, wo und egal, wie Weihnachten gefeiert wird – es ist ein Fest der Familie und Freunde! Wir wünschen euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben!


Unser Azubi Muhamet Bajgora: Weihnachten als Familienfest

Adventskalender Tür 23

Im Kindergarten lernt man, dass an Heiligabend zusammen mit der Familie gegessen wird, man den anderen Familienmitgliedern ein Geschenk schenkt, den Tannenbaum aufstellt und schmückt und Plätzchen gebacken werden. Doch bei uns lief das nicht immer so ab. Als ich fünf Jahre alt war, habe ich natürlich wie jedes kleine Kind an den Weihnachtsmann geglaubt. Da meine Eltern mir den Glauben nicht kaputt machen wollten, verkleidete sich mein Vater als Weihnachtsmann, machte meinen Geschwistern und mir Geschenke, die wir uns wünschten, backte meine Mutter Plätzchen, kauften mir einen Adventskalender und schmückten den Weihnachtsbaum. Nach Jahren verfiel der Glaube, dass es den Weihnachtsmann gibt. Familienfoto
Nichtsdestotrotz steht bei uns jedes Jahr ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer und es werden Plätzchen gebacken. Da bei uns in der Familie vier Leute Geburtstag haben und am 31.12. Silvester ist, ist es nicht so schlimm für uns, dass wir kein Weihnachten feiern.
Die Geburt Jesu hat für Muslime keine religiöse Bedeutung, anders als Weihnachten für Christen. Der Islam kennt eigentlich nur zwei große Feste: das Opferfest, das im Rahmen der Pilgerfahrt nach Mekka stattfindet, und das Zuckerfest, das zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan gefeiert wird.


Unsere Marketing-Kollegin Ahlem Romdhani: Weihnachten mit orientalischem Flair

Adventskalender Tür 22

Schon als Kind faszinierten mich die vielen bunten Lichter, der schön geschmückte Weihnachtsbaum und die gemütliche Atmosphäre in den Innenstädten. Inzwischen genieße ich die Zeit mit meinen Kindern, die Vorfreude auf das gemeinsame Dekorieren und das gemeinsame Backen. Wir mischen traditionelle Plätzchen mit orientalischem Gebäck, so ist es immer was Besonderes, wenn die Kinder ein Teller für die Schule und den Kindergarten mitnehmen.
Über die Weihnachtsfeiertage versammelt sich die ganze Familie. Eine lange Tafel, schönes Essen, spannende Gespräche und das Gefühl mit allen zu Hause zu sein, finde ich wunderbar.
In Tunesien feiern die Leute mittlerweile auch eine Art Weihnachten, zwar haben wir keine Tannenbäume, deshalb werden unsere Palmen mit Lichterketten geschmückt und in vielen Geschäften gibt es sogar Weihnachtsdekoration mit künstlichem Schnee. Die Geschenke für die Kinder gibt es dann immer zum Neujahr. Die Menschen sind durch die Medien offener geworden und finden die Feierlichkeiten schön, denn wir alle sehnen uns nach Geborgenheit und Wärme, Licht und Leben, Ruhe und Frieden, egal welche Glaubensrichtung man hat. Daher finde ich es wichtig diese Botschaft bzw. Werte an unsere Kinder weiterzugeben.


Unsere Kollegin aus der Buchhaltung, Olga Gottmann: Weihnachten in Russland

Adventskalender Tür 21

In Russland wird der Heiligabend am 6. Januar gefeiert wird (die russisch-orthodoxe Kirche legt Feiertage nach dem alten julianischen Kalender fest). ´Das ist immer noch ein christliches Fest. Das wichtigste Ereignis des Abends vor Weihnachten ist ein stundenlanger Gottesdienst. Da die meisten Russen sich an Silvester gegenseitig beschenken, gibt es an Weihnachten keine Geschenke mehr, normalerweise 😊. Am ersten Weihnachtstag feiern die Menschen weiter im Familienkreis.


 Astrid Hochbahn: Jahresausklangsbrunch

Adventskalender Tür 20

Mein Weihnachtsritual ist der Weihnachtsbrunch VOR Weihnachten: Am letzten Arbeitstag/Freitag vor Weihnachten lade ich Freunde, Wegbegleiter/innen und Arbeitskollegen, mit denen ich das Jahr gemeinsam geteilt habe, zu einem Weihnachtsbrunch ein. Es ist gute Tradition geworden, dass wir alle miteinander das Arbeitsjahr ausklingen lassen und einen Schlusspunkt setzen. Es ist das Signal, aufzuhören und Weihnachtsstimmung einkehren zu lassen. Alle bringen etwas mit und wir versammeln uns um eine lange Tafel. Und bei diesem Essen, das sich dann in der Regel über Stunden zieht und auch mal in den Abend hinein geht, erzählen wir von uns, manchmal singen wir auch und wir feiern uns und das, was in diesem Jahr gelungen ist. Es treffen sich gute alte Bekannte und Menschen, die sich bisher noch nicht kannten, und immer entsteht eine intensive, nahe, persönliche Atmosphäre des Miteinanders.


Unsere Grafikerin Zsuzsa Trieb: Ungarische Fischsuppe

Adventskalender Tür 19

Traditionell wird am 24. Dezember Karpfensuppe gegessen. Die Geschichte dazu: Jesus hat die Apostel aus Fischern der Menschen gewählt. Seitdem ist der Fisch ein sehr wichtiges Motiv in das Christentum.
Auf der andere Seite haben wir die Volkstradition dazu: Der sich schnell bewegende Fisch fordert die Familie auf zu Fortschritt in das neue Jahr. Die Schuppen symbolisieren Reichtum für das neue Jahr.


Kita-Redakteurin Monika Burger: Nach der Kleckerei die Leckerei

Adventskalender Tür 18

Da die Familie meiner Oma aus Schlesien stammt, gab es an Weihnachten immer „Schlesische Mohnklöße“. Wenn nun jemand denkt, dass das irgendetwas mit „Klößen“ oder bayerischen Knödeln zu tun hat, so liegt er komplett falsch. Die Form ist am ehesten mit „Nockerl“ vergleichbar.
Für die Herstellung der Mohnklöße benötigt man altbackene Semmeln/Brötchen, die – in Scheiben geschnitten – abwechselnd mit einer Mohnmasse (aus Milch, Zucker, gehobelten Mandeln, Rosinen, ggf. Rum- oder Bittermandelaroma und natürlich gemahlenem Mohn) in eine Schüssel geschichtet werden. Die Schüssel wird abgedeckt mindestens über Nacht stehengelassen, damit alles gut durchweicht.
An Heiligabend oder den Weihnachtsfeiertagen werden mit einem Löffel sogenannte „Klöße“ aus der Masse abgestochen und auf einen flachen Teller gelegt. Die Mohnklöße – schlesisch „Mohn-Kließla“ – gibt es als Nachspeise.
Meine Oma lebt schon lange nicht mehr. Inzwischen habe ich ein Rezept gefunden, nach dem ich seit einigen Jahren die Mohnklöße an Weihnachten herstelle, weil ich Mohn sehr gerne mag. Das meiste davon essen meine Mutter und ich, weil es in unserer Familie sonst niemanden gibt, der Mohn geschweige denn die süße Mohnmasse mag.


 Monika Kraus-Wildegger: In der Weihnachtsbäckerei

Adventskalender Tür 17

In unserer Familie ist es Tradition, am 3. Advent die heimische Küche in eine Weihnachtsbackstube zu verwandeln. Ein fester Termin, für den die Patentante auch schon mal aus Kairo anreist. Abreisen tut sie dann mit einer großen Tüte Weihnachtsplätzchen im Gepäck. Rundum beseelt wird sich dann nach einem Wochenende Weihnachtsbäckerei verabschiedet und versichert: „The same procedure as every year“.


Unser Marketing-Kollege Andreas Karl: Bah! Humbug!

Adventskalender Tür 16

Bei mir war es jahrelang Tradition am Heiligabend mittags – meistens parallel zum Christbaum anhängen – einen bestimmten Film anzuschauen: „Die Muppets-Weihnachtsgeschichte“! Gonzo als Charles Dickens, Kermit als Bob Cratchit und Michael Caine als Ebenezer Scrooge zauberten nicht nur ein Lächeln, sondern auch so manche Träne auf mein Gesicht – herrlich kitschig. Nachdem mein Sohn aber völlig immun gegen den Zauber des Films zu sein scheint und mich nur noch kopfschüttelnd beim Zuschauen beobachtete, habe ich die Tradition ad acta gelegt. „Bah! Humbug!“


 Ilka Piechowiak: Weihnachten vorverlegt

Adventskalender Tür 13

Ich zünde tatsächlich schon immer ab 1. Advent alle Kerzen am Adventsgesteck an, weil es einfach schöner aussieht. Auch der Weihnachtsbaum wird schon ab dem 2. Advent aufgestellt, weil ich dann einfach mehr von dem Baum habe.


Unsere Grafikerin Zsuzsa Trieb: Krippenspiel in Ungarn

Adventskalender Tür 14

In meiner Heimat Ungarn gehören die „Bauernspiele“ zum Heiligen Abend. Die Bauern spielen die Rolle der Schäfer von Betlehem. Ihre Dialoge (oder manchmal auch Gesang) gehen darüber, dass sie gehört haben, dass das Jesuskind geboren ist. Es gibt bestimmte Rollen: das Jesuskind, Maria, Josef, die drei Könige, der Engel, die Schäfer, den Ochsen, den Esel und das Lamm. Sie spielen die Geschichte des Heiligen Abends. Die Schäfer gehen mit den drei Königen, um das Jesuskind zu besuchen. Dabei gibt es immer einen älteren Schäfer, der nicht glaubt, dass das Jesuskind geboren ist. Für ihn erscheint der Engel, um ihn zu überzeugen.

Damals haben Bauern die Geschichte gespielt, heutzutage spielen die Kinder im Kindergarten und in der Kirche. Als Kind durfte ich auch einmal die Maria spielen und war sehr stolz.


 Ulrike Stahl: Der Weihnachtschor

Adventskalender Tür 13

Bei uns wurde schon immer an den Adventssonntagen und am Heiligabend vor der Bescherung gemeinsam gesungen. Bei einer Familie mit fünf Kindern machte das natürlich besonders viel Spaß. Das behalten wir auch heute noch bei, wenn sich die Familie an Weihnachten trifft. Unsere Liederheftchen sind immer noch dieselben, wie damals und so kommt auch immer gleich etwas Nostalgie ins Spiel.


Key Account Oliver Hums: Walking in a winter wonderland

Adventskalender Tür 12

Zu Weihnachten gehört für mich und meine Familie, einen ausgiebigen Spaziergang zu machen und das geschmückte Walldorf anzuschauen, dann Wiener Würstchen zu essen, mindestens fünf Lieder zu singen, endlich Bescherung und zum Abschluss ab 23 Uhr in die Kirche zur Christmette zu gehen.


Unsere Studentische Aushilfskraft im Berliner Büro, Antonia Bücherl: Weihnachten feiern erlaubt in 3 … 2 … 1

Adventskalender Tür 11

Meine Schwester hat an Heiligabend Geburtstag. Damit das Feiern inklusive Geburtstagskuchen und Co. nicht zu kurz kommt, gilt bei uns die Regel, dass Weihnachten erst um 18 Uhr beginnt. Für mich als kleines Geschwisterkind war das natürlich sehr schwer auszuhalten, wenn die große Schwester bereits vormittags Geschenke bekommt. Selbst nach dem Krippenspiel gegen Mittag wurde darauf bestanden, erst Geburtstag bei Kaffee und Kuchen mit den Großeltern zu feiern, bevor pünktlich um 18 Uhr endlich die bereits unter dem Weihnachtsbaum gestapelten Weihnachtsgeschenke in Augenschein genommen werden durften. Eigentlich aber sehr schön. Ich wüsste gar nicht, was man sonst den ganzen Tag so macht.


Unsere Auszubildende Damla Sönmez: Der türkische Weihnachtsmann

Adventskalender Tür 10

An Heiligabend trifft sich die komplette Familie. Da gibt es immer viel zu erzählen und natürlich auch viel zu essen. Da wir den Kindern eine Freude machen wollen, damit sie im Kindergarten, in der Schule etc. mitreden können und natürlich den Glauben an den Weihnachtsmann beibehalten, verkleidet sich mein Onkel jedes Jahr als Weihnachtsmann und übergibt die Geschenke, die von ihren Eltern gekauft wurden.

Obwohl wir das eigentlich mehr für die Kinder machen, aber nicht nur die haben ihren Spaß daran, sondern die gesamte Familie, die an diesem Tag zusammen kommt – sogar die Tanten aus München oder meine Großeltern aus der Türkei!


 Carola Orszulik: Je voller die Küche, umso besser

Adventskalender Tür 8

Am Vormittag des 24.12. hat sich in unserer Stadt seit etwa 20 Jahren der „Heilige Vormittag“ etabliert: In der ganzen Stadt sind vor einschlägigen Kneipen Bars aufgebaut und alte Freunde treffen sich dort, da an Weihnachten meist die Familien besucht werden und alle von überall her „nach Hause“ kommen. Ich koche selten, an Heilig Abend dafür sehr gerne – also findet mein Heiliger Vormittag seit meinem ersten Kind, heute 19, zu Hause in der Küche statt. Ich wohne in der Stadtmitte, also hat es sich eingebürgert, dass für viele meiner Freunde der Heilige Vormittag bei mir beginnt, bevor sie weiterziehen. Also ist es nun „Tradition“, dass wir um den Küchenblock stehen, die meisten ein Brettchen, Messer und Gemüse vor sich, und mit dem einen oder anderen Glas auf Weihnachten, auf uns und auf das schöne Leben anstoßen. Mittlerweile gehört nun auch die Acquacotte, eine vorzügliche italienische Pilzsuppe, zum festen Programm. Als ich diese vor vier Jahren einmal nicht auf meinem Heilig-Abend-Menü hatte und somit das Gemüse-Schnippeln entfallen ist, gab es einige lange Gesichter bei meinen Freunden und die einstimmige Meinung, dass diese schon zum Heiligen Vormittag gehört und ab sofort „Pflicht“ ist. Oft tauschen wir kleine Geschenke aus, die natürlich jeder ungeöffnet mit unter den Baum nimmt. Es ist ein sehr warmes Gefühl, wenn das Haus am Heiligen Vormittag vom Duft der Suppe und energievoller Musik erfüllt ist und die Bude mit so vielen tollen und lieben Menschen bebt – und manches Mal der Heilige Vormittag erst direkt zum Grippenspiel am Nachmittag endet.


 Stefanie Krahl: Traditionsvielfalt

Adventskalender Tür 8

Zu Weihnachten versammelt sich die Familie immer im Haus meiner Eltern (Kinder, Enkel, Geschwister meiner Ma). Das ganze Haus ist dann voller Leben. Den Baum schmücken wir jedes Jahr am Morgen des Heiligabends gemeinsam.
Jedes Jahr suchen wir uns ein neues Weihnachtsaccessories aus, wie einen Weihnachtspullover, einen Haarschmuck oder Elfen-Hausschuhe und tragen es am Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag.
An Heiligabend gibt es, wie wahrscheinlich fast überall, Kartoffelsalat und Wiener und danach kommt der Weihnachtsmann.  Am späten Heiligabend, wenn die Kinder im Bett sind, gehen wir jedes Jahr (seit wir 17 sind) zum Spieleabend mit Freunden – dabei wechselt manchmal nur die Location. Und Am 1. Feiertag machen wir jedes Jahr im Garten auf der gleichen Bank ein Familienfoto.


 Sandra Gehde: Oh du fröhliche … Gurke im Baum!

Gurke als Christbaumkugel am Tannenbaum

Eine alte deutsche Tradition: Die Weihnachtsgurke! Eine deutsche Tradition? Wer weiß? Genau, niemand weiß es! Aber uns macht es Spaß! An Heiligabend wird deswegen bei uns eine kleine Essiggurke aus Glas gut versteckt an den Weihnachtsbaum gehängt und wer sie findet, bekommt ein kleines Zusatzgeschenk! Dieses Jahr gibt es … ach halt – ist ja noch geheim!

Auf welchen verschlungenen Pfaden diese Glasgurkensache zu einer deutschen Tradition wurde, lässt sich wohl gar nicht mehr sagen. Die Amerikaner lieben es jedenfalls – Handmade in Germany – Cute! Die Deutschen kennen es eher nicht, bzw. erst seit einigen Jahren, weil die Geschichte aus Amerika zu uns zurückkommt. Meine eigene Vermutung ist, dass irgendwann einmal eine Reisegruppe aus den USA in Thüringen war, um die dortigen Glashandwerker zu bewundern. Da hat sich einer der Handwerker einen Spaß daraus gemacht, ihnen weiszumachen seine Brotzeitgurke sei das Muster für die traditonelle deutsche Weihnachtsgurke! So nahm die „deutsche Tradition“ ihren Lauf und natürlich auch das blühende Exportgeschäft mit der kleinen Glasgurke aus Thüringen – aber wie gesagt, nur eine Vermutung von mir – vielleicht auch alles Essig!


Der metropolitan-Nikolaus

Adventskalender 2019 Nikolaus Tür 6

Nachdem der metropolitan-Nikolaus letztes Jahr so vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat, hat er sich entschlossen, seinen Besuch an der Eisernen Brücke ebenfalls zur Tradition zu machen. Gerne verteilt er heute wieder von 12 bis 14 Uhr Süßes und Lesenswertes!


 Vincent Zeylmans: Sinterklaas und Zwarte Piet

Adventskalender 2019 Tür 5

In meiner Heimat, den Niederlanden, wurde das Weihnachtsfest traditionell weniger gefeiert. Zumindest nicht als Fest der Geschenke. Es hatte eher einen familiären Charakter. Auch spielten besinnliche Aktivitäten, wie ein gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern, eine Rolle. Dafür war der 5. Dezember von großer Bedeutung. Sinterklaas! Bereits die Tage vorher – nach seiner Ankunft auf einem Schiff aus Spanien – reitet er auf seinem weißen Schimmel über die Dächer der Häuser. Sein Knecht Zwarte Piet hilft, die Geschenke zu tragen, in einem Jutesack. Zumindest für die Kinder, die brav waren im vergangenen Jahr. Für die anderen Kinder hat er eine Rute in der Hand. Die ganz Bösen werden mit nach Spanien zurückgenommen. Kinder stellen ihre Schuhe vor den offenen Kamin, denn schließlich kommt „Sint“ inklusive Pferd durch den Schornstein und füllt den Stiefel mit Süßigkeiten oder kleinen Geschenken. Für das Pferd wird Wasser und eine Karotte hingestellt. Am nächsten Tag ist alles verschwunden. Aufgegessen. Dafür gibt es Leckeres.

Das ist aber nur der Vorgeschmack. Denn am Nikolausabend trifft er leibhaft in der Wohnung ein. Er setzt sich hin, liest aus einem großen weißen Buch die guten Taten des vergangenen Jahres vor, die gewürdigt werden. Im schwarzen Buch ist das Verhalten vermerkt, das weniger Zuspruch findet. Häufig hat der Weihnachtsmann eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Nachbarn. Die Kinder sind erstaunt, dass Sinterklaas Dinge weiß, die eigentlich nur die Eltern wissen können. In den Niederlanden ist die Unterscheidung zwischen Nikolaus und dem Weihnachtsmann nicht ganz klar. Äußerlich sehen sie quasi identisch aus. Nur geht die Tradition des Heiligen Nikolaus wohl auf einen Bischoff zurück.


 Bärbel Wedmann-Tosuner: Glückwunsch zum Namenstag

4. Dezember Barbaratag

Soweit ich mich zurück erinnern kann, schenkte mir mein Vater jedes Jahr am 4. Dezember, meinem Namenstag (Hl. Barbara), frisch geschnittene Kirschblütenzweige, die wir ins warme Wasser stellten. Es war für mich jedes Mal ein kleines Wunder, dass sie wirklich am Heiligen Abend in schönster Blüte standen.

Warum die Kirschzweige mich besonders erfreuten? Weil ich in Hagen a. T. W. geboren wurde, dem sogenannten „Kirschen-Hagen“. Diese vorweihnachtliche Tradition führt mein Sohn bis heute zu meiner größten Freude fort – egal, wo wir lebten, ob in Bonn, Kochel am See oder jetzt in Münster.


metropolitan-Lektorin Melanie Krieger: Ausweichtermin Kino

Adventskalender Tür 3

Meine Familie geht seit meiner Kindheit am Heiligabend am frühen Nachmittag – noch vor der Messe und der Bescherung – ins Kino. Mein Vater sollte meine Schwester und mich damals außer Haus schaffen, damit „das Christkind“, also meine Mutter, noch alles in Ruhe vorbereiten konnte. Und das haben wir beibehalten, über unsere Teenagerzeit hinaus – seit über 30 Jahren und inzwischen mit drei Generationen, da nun auch unsere eigenen Kinder mit dabei sind.


WALHALLA-Lektorin Dr. Carmen Lööck: Gesunde Tradition

Tür 2 Rosenkohl

Bei uns ist es Tradition, in der Adventszeit mit der Familie Grünkohl zu essen. Dies hat bis zu ihrem Tod bei meiner Oma stattgefunden. Von ihr wurde dann bei den vier Enkeln nach dem jeweiligen Handballspielplan gefragt, sodass auch jeder dabei sein konnte. Inzwischen wurde dieser feste Bestandteil der Vorweihnachtszeit von meinem Bruder übernommen.


 Peter Buchenau: Gerade zu Weihnachten ist es wichtig, seinem Herzen zu folgen!

Adventskalender Tür 1

Ich habe mir angewöhnt, bereits schon das ganze Jahr über alle Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Somit vermeide ich den von vielen besagten Weihnachtsstress. Ich genieße diese Zeit, gemütlich im Kreise guter Freunde auf dem Weihnachtsmarkt bei einem Glas Glühwein! Gib Weihnachtsstress keine Chance – genieße!