bunker Arbeitsplatz dunkel keller

Die Hübler Bunker-Chroniken

Als erfolgreicher Mediator und Coach ist Bestseller-Autor  Michael Hübler üblicherweise viel unterwegs, um Führungskräfte zu schulen oder Vorträge zu halten. Doch wie viele Selbstständige ist er nun ebenfalls ins Homeoffice verbannt und beschäftigt sich gezwungenermaßen mit der vielfältigen Berichterstattung zur aktuellen Situation. Und was macht ein Autor, der an den Schreibtisch gefesselt ist und plötzlich „zu viel“ Zeit hat? Natürlich – er schreibt!

In gewohnt kritischer, leicht zynischer, aber auch humorvoller Manier beschäftigt sich  Michael Hübler mit der derzeitigen Situation und reflektiert über Themen, die ihn bewegen. Damit möchte er Mut machen, Ablenkung schaffen, vielleicht auch zum Nachdenken anregen in einer aktuell schwierigen Zeit, der wir uns als Gesellschaft, Familie, Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, aber auch als Freunde und Individuum stellen müssen. Daraus entstehen – mit dem ihm so typischen Augenzwinkern – die Hübler Bunker-Chroniken.

Morgen geht es los mit dem ersten Beitrag zum Thema „Resilienz in Krisenzeiten“. Worum es geht, erzählt euch  Michael Hübler  selbst.

 

Gruppe von Männern und Frauen jubelt

Feelgood: Erfolgreich dank Herzensmitarbeiter

Liebe  Frau Kraus-Wildegger, Sie sind seit vielen Jahren Führungskraft und waren für viele internationale Unternehmen tätig. Seit 2012 sind Sie selbst erfolgreiche Unternehmerin. Vielen Dank, dass Sie sich unseren Fragen zum Thema Feelgood stellen.

Wann sind Sie zum ersten Mal mit  Feelgood Management in Berührung gekommen?

2012 auf dem ersten deutschlandweiten Feelgood-Meetup in Hamburg mit Feelgood-Managern der Unternehmen Jimdo, Wooga und Spreadshirt.


Was hat Sie bewogen, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen?

Viele Gespräche und Begegnungen mit Mitarbeitenden dieser Unternehmen und das Leuchten in den Augen, wenn sie über ihre Firmenkultur sprechen. Besonders beeindruckt hat mich damals die Haltung der Geschäftsführung von Jimdo zum Thema Unternehmenskultur.

„Wir sprechen mit allen, die wir einstellen, über unsere Vision, unsere Unternehmenskultur und dass ein Job bei uns keine kurzfristige Verpflichtung ist. Genau aus diesen Gründen starten und bleiben unsere Mitarbeiter bei uns.“ Christian Springub, Mitbegründer von Jimdo


Verraten Sie uns doch, wie Feelgood in Ihrem Unternehmen gelebt wird?

Der Schlüssel für wertschätzendes Miteinander ist ein positives Menschenbild: Ich glaube, dass Menschen von sich aus etwas erreichen und ihr Bestes geben wollen.  Es ist immer wieder überraschend zu sehen, welche Talente und Fähigkeiten in Menschen stecken, wenn sie ihr Potenzial einsetzen und Freiräume nutzen dürfen.


Was würden Sie einer Führungskraft konkret empfehlen, die Feelgood Management in ihrem Unternehmen umsetzen will?

Identifizieren Sie Mitarbeiter und Mindset-Gleichgesinnte, denen ein wertschätzendes menschliches Miteinander im Unternehmen wichtig ist. Sprechen Sie mit diesen offen über Ihren Wunsch, das Konzept zu etablieren und die Rolle des Feelgood-Managers. Befähigen Sie Ihre Mitstreiter, Feelgood Management aufzubauen, zum Beispiel durch die Qualifizierung zum GOODplace Certified Feelgood Manager.


Welche 3 Tipps haben Sie für Mitarbeiter, um den Chef oder die Chefin vom Konzept zu überzeugen?

  • Tipp 1: Mein Buch ( siehe unten) dem Chef bzw. der Chefin empfehlen bzw. schenken.
  • Mein Tipp 2: Den Chef bzw.  die Chefin zu einem Meetup oder zum GOODplaceCamp 2020 mitnehmen, um positive Impulse für einen derartigen Konzept-Ansatz zu erhalten.
  • Tipp 3:  Top Argument für Feelgood: Glückliche Mitarbeiter leisten bessere Arbeit.

Cover Kraus-Wildegger Feelgood Management Feelgood Management

Mit Wertschätzung und Menschlichkeit erfolgreich in die Arbeitswelt von morgen

Dort, wo Mitarbeiter als Menschen und Leistungsträger wertgeschätzt werden und sich mit Engagement einbringen können, ist exzellente Performance zu Hause. Menschlichkeit zu spüren, bringt in jedem Mitarbeiter das Beste zum Vorschein und macht Unternehmen erfolgreich.

ISBN 978-3-96186-020-3

Feelgood Manager Farben Palette

Feelgood Manager? Was ist das denn schon wieder?

Der Trend reißt scheinbar nicht ab: Anglizismen halten nach wie vor in großem Stil Einzug in den deutschen Sprachraum. Auch weil es keine guten deutschen Alternativen gibt. Ein Beispiel ist der sogenannte „Feelgood Manager“ (womit natürlich auch die „Feelgood Managerin“ gemeint ist). Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff Feelgood Management, welche Übersetzungs- oder Erläuterungsmöglichkeiten gibt es und wie wird es konkret umgesetzt? Dazu hat unsere neue Autorin,  Monika Kraus-Wildegger, ein ganzes Buch verfasst.

Feelgood Manager sind absolut im Trend

Sucht man nach einer Definition, was Feelgood Management genau ist, tun sich manche schwer. Monika Kraus-Wildegger hingegen bietet diese klare Antwort an:

Feelgood-Management ist [ein Thema] der modernen Arbeitswelt, das Unternehmen befähigt, ihre Menschlichkeit zu kultivieren.

Es geht also um den Menschen, nicht den Arbeiter und die Arbeiterin. Und dabei steht nicht im Vordergrund, dass Unternehmen für kurzfristigen Spaß bei der Arbeit sorgen – viele denken immer noch an den Kickerkasten oder das Bällebad. Es handelt sich auch nicht um eine exklusive Errungenschaft von hippen Digital-Unternehmen oder trendigen Start-Ups. Das Ziel ist, eine Atmosphäre der Wertschätzung und des Wohlfühlens zu schaffen. Das ist die Aufgabe des Feelgood Managers.

Kultur – das Betriebssystem einer Organisation

Feelgood Management ist also Teil – oder sogar Kern – der Unternehmenskultur. Und die entscheidet laut  Dr. Gallup („Engagement Index“) „maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg“. „Culture eats strategy for breakfast“, wird der renommierte Ökonom Peter Drucker im Buch zitiert.  Doch leider haben das noch die wenigsten Unternehmen verinnerlicht. Die Menschlichkeit oder „menschenorientierte Kultur“ sollte viel mehr in den Vordergrund gestellt werden. Dazu gehört es vor allem, ein echtes Wir-Gefühl zu schaffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen im wahrsten Sinne des Wortes „mit-„genommen werden.

Gruppe Kollegen im entspannten Meeting

Jacob Lund | AdobeStock

Human Leadership

Wie hält denn aber die Menschlichkeit nun Einzug im Unternehmen? Dazu hat Kraus-Wildegger eine klare Meinung: Sie muss von oben kommen! Deshalb fordert und beschreibt sie ein neues Führungsverständnis, um das Feelgood Management zu etablieren. Die Führungskräfte sollen vor allem Vertrauen haben und ausstrahlen. Des Weiteren hat sie konkrete Regeln parat, die Führungskräfte im digitalen Zeitalter beachten müssen.

5 achtsame Führungsregeln für Führungskräfte:

  1. Sei anwesend!
  2. Mache mehr mit anderen!
  3. Finde deinen Weg!
  4. Sei ein Lernender!
  5. Praktiziere Wahrnehmung!

An dieser Stelle können und wollen wir diese Regeln nicht im Detail ausführen. Schließlich wird dies im Buch selbst schon getan.

Eine weitere wichtige Führungskompetenz ist die emotionale Intelligenz. Kraus-Wildegger bezeichnet sie sogar als die „must have“-Kompetenz. Damit haben Führungskräfte bereits ein gutes Mindset für das Feelgood Management beieinander. Weitere Fähigkeiten folgen in den folgenden Kapiteln.

Wie wendet man Feelgood Management konkret an?

Zu dieser Fragestellung greift die Autorin im Folgenden auf konkrete Handlungsanweisungen und Praxisbeispiele zurück, die dem Leser und der Leserin unbedingt ans Herz gelegt werden.
Nur so viel: Die Autorin bildet selbst Feelgood Managerinnnen und -manager aus, sie hat also nicht nur eigene Erfahrung und Good Practices anzubieten, sondern befähigt eine ganze Generation moderner Kulturgestalter, die Arbeitswelt menschlicher zu machen.

Das Buch

Feelgood Management

Cover Kraus-Wildegger Feelgood Management

Mit Wertschätzung und Menschlichkeit erfolgreich in die Arbeitswelt von morgen
Menschlichkeit kultivieren, Bestleistung ernten

  • Preis: € 29,95
  • Dezember 2019
  • 190 Seiten, gebunden
  • 978-3-96186-020-3

» zum Buch

 

Autorenfoto Stefanie Krahl

Wir stellen vor: Stefanie Krahl

Wer hat keine Angst vor solchen Fragen im Bewerbungsgespräch? Die Leipziger Karriereberaterin Stefanie Krahl hat daher ein Buch geschrieben. Damit hilft sie ganz praxisnah bei der Vorbereitung auf Jobinterviews. Die 35-Jährige kann dabei auf vielfältige Erfahrungen zurückgreifen.

Stefanie Krahl ist wahrscheinlich das, was man ein Naturtalent nennt. Denn dass sie einmal im Personalbereich arbeiten würde, war zu Beginn ihrer Bankkarriere nicht unbedingt absehbar. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie zunächst bei Intensive Care, erst auf Privat- dann auf Firmenkundenseite. Parallel schloss sie ein Studium an der Frankfurt School of Finance als Bankbetriebswirtin ab. Erst 2014 führte sie ein privates Erlebnis in eine neue Richtung: Als beide Elternteile plötzlich unverschuldet arbeitslos wurden, schrieb Stefanie Krahl für sie die Bewerbungen. Und es klappte bei Beiden auf Anhieb mit einem neuen Job. „Seitdem musste ich für alle Freunde und Bekannten die Bewerbungen schreiben“, erzählt die Leipzigerin schmunzelnd. Und weil sie dabei eine so umwerfende Erfolgsquote hatte, riet ihr ein Freund, sich damit selbstständig zu machen.

Am Anfang war sie skeptisch. „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand dafür bezahlt.“ Die Praxis belehrte sie jedoch eines Besseren. Ihr Angebot, das sie über eine Website anbot, fand regen Zuspruch. „Ich hatte schnell bundesweit Kunden aus allen Branchen.“ So unterstützte sie sowohl  Nuklearmediziner als auch Handwerker oder Führungskräfte beim Verfassen der Bewerbungsunterlagen. Ihr Geheimnis? „Ich schreibe speziell. Der erste Satz muss bereits überzeugen.“ Dafür recherchiert sie viel über die Person, die sich bewirbt, die Branche, das Unternehmen und die Stellenausschreibung. Es wird so lange an einem Schreiben gefeilt, bis sich der Bewerber auch wirklich darin wiederfindet.

Vom Workshop zum Buch

Mit ihrer Tätigkeit begann die heute 35-Jährige sich auch selbst weiterzubilden, besuchte Seminare, beschäftigte sich verstärkt mit Personalthemen. Sie gab zusätzlich Workshops, um Kunden nach der erfolgreichen Bewerbung auch auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Allerdings stieß die inzwischen zweifache Mutter neben Bankjob und Selbstständigkeit damit auch an ihre Grenzen. „Anstelle der Workshops habe ich daher ein Handout entwickelt, um es Interessenten zur Verfügung zu stellen.“ Schon bald hatte sie so ein fast fertiges Buch in der Schublade liegen.

Es dauerte allerdings noch zwei Jahre bis ihre Schwester mit der Veröffentlichung eines Kinderbuches sie an ihr eigenes Manuskript erinnerte. Über Freunde fand Stefanie Krahl Hilfe bei der Suche nach geeigneten Verlagen. Vier davon schrieb sie an. „Zwei wollten mein Buch tatsächlich veröffentlichen. Das hätte ich nicht gedacht“, erzählt sie von der erneut positiven Überraschung. Nach einem Treffen auf der Leipziger Buchmesse im März 2018 entschied sie sich für den Metropolitan Verlag. „Am Anfang hatte ich 100 Seiten. 160 waren geplant und ich wusste nicht, wo ich die fehlenden Seiten hernehmen soll“, sagt sie. „Am Ende sind es sogar 190 geworden.“ Immer neue Themen seien hinzugekommen, etwa die Frage „Wie beantworte ich die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch?“ oder die nach dem Dresscode. Ende Januar 2019 erschien schließlich ihr Buch mit dem Titel „Wo sehen Sie Ihre größten Schwächen? – Der Jobinterview-Trainer mit den optimalen Antworten“.

Ziel ist, dass man mögliche Fragen schon einmal im Kopf für sich beantwortet hat. Stefanie Krahl, Karriereberaterin

Positive Reaktionen von Lesern

„Es ist kein Anleitungsbuch“, stellt die Autorin klar. „Man muss damit arbeiten und sich selbst reflektieren. Ziel ist, dass man mögliche Fragen schon einmal im Kopf für sich beantwortet hat.“ Stefanie Krahl beschreibt, worauf es in den sechs Phasen des Bewerbungsgesprächs ankommt und wie man die jeweiligen Herausforderungen meistert. Sie zeigt beispielhaft an vielen typischen Fragen worauf Personaler und Chefs achten und wie man souverän reagieren kann. Heraustrennbare Lernkarten fassen die wichtigsten Tipps zusammen und bieten Platz für individuelle Antworten. Die ersten Reaktionen auf das Buch sind durchweg positiv. „Es hat funktioniert“, „Tolles Buch“, „Sensationelle Hilfestellung“ heißt es in Kundenrezensionen. Rund 700 Mal wurde der Job-Interviewtrainer inzwischen schon verkauft. Und ihre Kolleginnen haben ein Exemplar mit persönlicher Widmung erhalten.

Seit 2017 arbeitet Stefanie Krahl passenderweise auch innerhalb der Bank im HR-Bereich. In der Management-Beratung ist sie als Karriereberaterin für das Marketing, die Rekrutierung und die Bindung von Nachwuchskräften verantwortlich. Sie führt regelmäßig Interviews und Auswahlverfahren durch und weiß daher auch, worauf es ankommt. „Auswendig gelernte Antworten und antrainierte Verhaltensweisen merkt man schnell“, sagt sie. Einer der größten Fehler von Bewerbern sei es, wenn sie sich nicht über das Unternehmen informiert hätten. „Wenn wir zum Beispiel fragen, wie die Commerzbank im Sportbereich engagiert ist, dann sollten das die Bewerber schon wissen, wenn sie sich unsere Homepage angeschaut haben.“

Wichtige Eigeninitiative

Und wie beantwortet man nun die Frage nach den größten Schwächen? Im besten Fall, so die Karriereberaterin, schildere man eine tatsächliche Schwäche, etwa mangelnde Orientierung oder Angst, vor einer Gruppe frei zu sprechen. „Man erklärt aber auch, was man bereits tut, um dieser Schwäche zu begegnen.“ So zeige man Eigeninitiative und starken Willen. Sie selbst hält es für äußerst wichtig, sich immer wieder auch zu hinterfragen. „Ich kann niemanden ändern, sondern nur meine Einstellung“, lautet ihr Motto. Und so darf man durchaus gespannt sein, was sie als nächstes auf die Beine stellt. Denn eins ist für Stefanie Krahl klar: „Ich hasse es, wenn ich nichts Neues mehr lernen kann.“

Der Originalbeitrag ist erschienen im Mitarbeitermagazin der Commerzbank. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung. Text: Sabine Schanzmann-Wey


Cover Titel Wo sehen Sie Ihre größten Schwächen? Wo sehen Sie Ihre größten Schwächen?
Der Jobinterview-Trainer mit den optimalen Antworten
ISBN 978-3-96186-021-0

 Hier geht’s zum Buch und zur Leseprobe

Zettel mit Text auf Korkwand - Führung

Führung von morgen

Führung ist in einer sich schnell wandelnden Arbeitswelt eine Frage der inneren Haltung. In ihrem Buch „Fang an zu führen“ teilen die Autoren  Iris van Baarsen und  Sven Hantel ihre Ansichten und wertvolle Tipps über Hierarchie, Führungskräfte-Egos, Gruppendynamik und das Bewusstsein der eigenen Werte. Dazu erscheint nun ein vierteiliges Interview auf der Karriere-Plattform  XING New Work Experience.

 Teil 1: „Schwächezeigen hat nichts mit Versagen zu tun“

Auszug: …viele Menschen sind sich nicht bewusst, was für eine Bedeutung Werte in ihremLeben spielen. Im Privaten, wie im Beruf, als auch für eine gesamte Organisation. Gerade in Unternehmen sind die auf der Homepage oder in der Firmenbroschüre angepriesenen Werte oftmals nur Lippenbekenntnisse…

 Teil 2: Die 4 Schritte zur Führungskraft der Zukunft

Auszug: …die Führungskraft von morgen weiß: Herausforderungen löst man gemeinsam. Der hierarchische Führungsansatz, in dem eine kleine Führungsspitze über das gesamte Wissen der Organisation verfügt, stößt dabei an Grenzen…

 Teil 3: Der „Beyond-Leadership“-Ansatz – vom chaotischen Haufen zum High Performance Team

Auszug: …wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Rolle im Team kennen, offen miteinander umgehen, den Sinn in ihrem Unternehmen sehen und sich selbst in die Verantwortung nehmen, schaffen sie auch die komplexen Herausforderungen…

 Teil 4: Best Practise: Team-Buildung mit der Connect-Methode

Auszug: …“Connect“-Methode ist die 1. Übung im mehrstufigen Beyond Leadership-Ansatz. Hier verlieren Wettkämpfe und Machtspiele ihre Bedeutung und das Zusammengehörigkeitsgefühl eines Teams wird gestärkt…


Cover Buch Fang an zu führen Fang an zu führen!
Eine Geschichte über Zweifel, Mut und Handeln
ISBN 978-3-96186-033-3

 Hier geht’s zum Buch und zur Leseprobe
Im  Hörtrailer erfahren Sie mehr zur Entstehungsgeschichte.

Brücke zum Strand mit Pfeil - Planung

„Planung ersetzt den Zufall durch Irrtum.“ (Einstein)

Gastbeitrag unseres Bestseller-Autors Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven

„Planung ersetzt den Zufall durch Irrtum.“ Diese Aussage Einsteins brachte mich zum Schmunzeln.

Andere behaupten dagegen: Wer nicht weiß wohin er will, soll sich nicht wundern, wenn er nirgendwo ankommt. Dieser Ausspruch mag drastisch erscheinen, denn jeden Tag geht die Sonne auf. Also landen wir irgendwo – und vielleicht sind wir ganz zufrieden mit der Führung des Lebens. Es ist aber menschlich, dass wir in Augenblicken der Selbstreflexion überlegen, wie wir unser Leben gestalten möchten. Wir haben Wünsche und Träume, dazu ein Potenzial, diese zu realisieren.

Dr. Arnold Weissman, Professor in Regensburg für Unternehmensführung, stellte bereits früh in seiner Karriere fest, dass Unternehmen zum Ziel haben, erfolgreicher zu sein als der Durchschnitt der Branche. Firmen, die diese Zielsetzungen noch mit Aktionsplänen verbinden, übertreffen die beiden anderen Kategorien bei weitem.

Aber auch im Privaten führt die Zieldefinition zum Erfolg. Auch wenn Erfolg hier lediglich monetär gemessen wurde (und somit natürlich nichts über die Zufriedenheit aussagt), verdienten Personen, die wissen, was sie erreichen wollten, dreimal mehr als die Kontrollgruppe ohne Pläne. Und auch hier: Menschen, die Ziele mit entsprechenden Maßnahmen verbanden, verdienten zehnmal mehr als die Gruppe ohne Planung. Dabei handelte es sich um eine Langzeitstudie von Hochschulabgängern derselben Universität.

Warum planen wir nicht?

Wer nicht plant, kann auch nicht enttäuscht werden! Das zeugt aber von einer recht defensiven Lebenshaltung. Gleichzeitig erleben wir dann aber auch nicht die Freuden, sollte unser Vorhaben gelingen. Natürlich ist Planung anstrengend. Und manchmal wissen wir vielleicht gar nicht, wie wir diese anstellen sollen. Daher – am Anfang des neuen Jahres – eine kurze Wiederholung der Basics:

Halten Sie Wünsche und Träume für die wichtigsten Lebensbereiche fest. Schreiben Sie doch mal auf, welche Bilder in Ihnen hochkommen, wenn Sie über Ihre Lebensträume nachdenken. Damit nicht alles Mögliche hoch poppt, lohnt es sich, dass Sie die Gedanken etwas kategorisieren. Mein Vorschlag:

  • Beruf
  • Familie
  • Privat

Listen Sie unter Privat noch folgende Punkte auf:

  • Hobby
  • Freizeit
  • Persönliche Entwicklung
  • Essen, Trinken, Sport
  • Spiritualität, Sinngebung

Malen Sie nun jeweils ein Kästchen für die kommenden fünf Jahre, angefangen bei Ihrem jetzigen Alter. Tragen Sie nun die obigen Bilder irgendwo ein. Wenn der Traum zu verschwommen ist, machen Sie ihn messbar.

Was bringen Sie mit?

Als Nächstes schauen Sie „was Sie an Bord haben“. Was bringen Sie mit, damit Sie Ihre Wunschvorstellungen realisieren können? Hier helfen folgende Kategorien:

  • Stärken, Kompetenzen, Fähigkeiten (Was können Sie gut?)
  • Motivation (Was macht Ihnen Spaß?)
  • Werte (Was ist für Sie sinnvoll?)

Wenn Sie nun wissen, was Sie erreichen wollen, konzentrieren Sie sich auf den Zeit-Abschnitt, der am nächsten liegt. Ihre Werkzeuge haben Sie aufgeführt. Nun überlegen Sie wie Sie diese Tools einsetzen können. Was sind Ihre Strategien für das nächste Jahr, damit Ihre Wunschvorstellungen verwirklicht werden?

Halten Sie diese nun schriftlich fest. Im Idealfall schauen Sie diese regelmäßig, z.B. monatlich, an. Aber auch wenn nicht, können Sie davon ausgehen, dass die Weichenstellungen Sie durch das Jahr hindurch begleiten werden. Die Kontrolle findet dann in einem Jahr statt, wenn Sie Ihre Ziele mit der Realisierung überprüfen.

Warum sind die ruhigen Tage „zwischen den Jahren“ so wertvoll? Normalerweise werden wir vom Dringenden getrieben und haben den Kopf nicht frei für Zusatzarbeiten, bei denen wir Abstand zum Alltag benötigen. Ziehen Sie sich somit einfach für einige Stunden mit einem Blatt Papier zurück und entdecken Sie, dass Planung den Abenteurer in Ihnen zum Leben erweckt. Ich wünsche Ihnen dabei viel Spaß und Erfolg!

Haben Sie Fragen?

Setzen Sie sich gern mit dem Autor Vincent Zeylmans unter info(at)zeylmans.de in Verbindung.


gemalter Kreidepfeil mit Inschrift Tipps + TricksWeitere Beiträge zum Thema Bewerbung

 So geht Bewerben: Tipps vom Karriere-Coach

Der Experte in Sachen Bewerbung Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere.


Über den Autor

 Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven, Experte in Sachen Bewerbung, gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere. Als SZ-Jobcoach schreibt er regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung.

Jeden Monat zeigt er innovative und teils kuriose Ansichten und Herangehensweisen an Probleme, die garantiert jeder Bewerber in seinem Leben einmal erlebt hat – vom Bewerbungsprozess bis hin zum heiß ersehnten Gespräch, vom Berufseinstieg bis zum beruflichen Neuanfang.

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven blickt auf eine internationale Karriere als Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen und Konzerne (u.a. Yves Rocher und Gillette) zurück. Der Karriere-Coach hält als Gastdozent am MCI Management Center Innsbruck Vorträge zum Thema Job-Hunting, verfasst Beiträge für das Magazin FOCUS und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung.

Rockkonzert

Letztlich macht die Dosis das Gift …

Boris Pikula war über 20 Jahre als professioneller Musiker und Soundengineer in der Musikbranche unterwegs. Während dieser Zeit arbeitete er mit vielen internationalen Größen zusammen und wirkte auf zahlreichen Tonträgern mit. Darüber hinaus hatte er selbst Chart-Erfolge in England. Rock ’n‘ Roll ist daher für ihn mehr als nur eine Musikrichtung – es ist eine Lebenseinstellung.

Herr Pikula, Sie haben in Ihrem Leben schon viel ausprobiert, waren viel unterwegs und haben viel erlebt – haben sich sozusagen immer wieder neu erfunden. Worauf blicken Sie besonders gerne zurück?

Autor Boris Pikula

Boris Pikula

Sich neu zu erfinden bedeutet für mich, gewohnte und vertraute Bahnen zu verlassen und sich mit kindlicher Neugier und einem gewissen Entdeckerinstinkt ins Unbekannte vorzuwagen. Es bedeutet für mich, sich auf ein neues Selbst einzulassen, ähnlich einer Schlange, die sich häutet. Das war für mich nie etwas erzwungenes, sondern ein ganz natürlicher „flow“, den ich als „seinem Herzen folgen“ beschreiben würde. Rückblickend kann ich sagen, bin ich stolz darauf, mir letztlich immer treu geblieben zu sein, auch wenn ich mich zwischenzeitlich so manches Mal verloren hatte.

 


Sie berichten in Ihrem Buch auch von einigen Rückschlägen. Was hat Ihnen geholfen, diese Krisen zu überwinden?

Seinem Herzen zu folgen hört sich stets so poetisch an, doch ist es bei Weitem kein leichtes Unterfangen. Nach außen hin glänzen Erfolge immer, doch was sich hinter der Bühne oder auf dem Weg dorthin abspielt, wird oftmals ausgeblendet. Ich denke das, was mir geholfen hat, mit Rückschlägen umzugehen, war meine Steh-auf-Männchen-Mentalität, mein Glaube und meine Leidenschaft für meine Vision, das Interesse daran, aus Fehlern lernen zu wollen und natürlich auch die Unterstützung von Freunden.


Musik, insbesondere Rockmusik, spielt in Ihrem Leben eine wahnsinnig große, wenn nicht sogar eine entscheidende Rolle. Wie kamen Sie zur Musik und welchen Einfluss hat sie auf Ihr Leben genommen?

So beschreibe ich es in meinem Buch Rock ’n‘ Roll Therapy: „Seit dem Tag, an dem ich die Musik für mich entdeckte und der Traum, Musiker zu werden, entfachte, schlug mein Herz in einem anderen Rhythmus. Ich muss etwa neun oder zehn Jahre alt gewesen sein. Schuld daran war ein kleines Radio der Marke Blaupunkt, das ich von meiner Tante zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Es verging kaum noch ein Moment, in dem das batteriegetriebene Teil nicht lief. Mit zwölf fing ich an, Gitarre spielen zu lernen. Ich übte und übte und übte. Mir hingen die oxidierten grünen Hautfetzen von den Fingern und auf den Kuppen leuchteten Blasen. Als ich die ersten Akkorde halbwegs beherrschte, begann ich, eigene Songs zu schreiben und mir meinen pubertären Weltschmerz von der Seele zu singen.“

Musik bedeutet für mich Motivation, Kraft, Leidenschaft, Kreativität, Melancholie und Träumen, Jenseits von Gut und Böse … Sie ist für mich der Kraftstoff, der mich antreibt.


Mit Rock ‘n‘ Roll Therapy haben Sie einen ganz neuen Coaching-Ansatz entwickelt. Welche Grundeigenschaften des Rock ‘n‘ Roll sollten wir denn öfter in unser Leben Einzug halten lassen?

Nun, ich möchte nicht behaupten mit Rock ’n‘ Roll Therapy einen ganz neuen Coaching-Ansatz entwickelt zu haben, im Gegenteil. Rock ’n‘ Roll Therapy ist keine Raketenwissenschaft, die das Ego beschäftigt hält, sondern vielmehr eine Metapher, die basierend auf reellen Erfahrungen, Naturgesetzen, Achtsamkeit und Neurowissenschaft lebensnah sehr effiziente und effektive Wege zur Veränderung und persönlichen Weiterentwicklung aufzeigt. Und um Ihre Frage zu beantworten, würde ich spontan antworten: Einfachheit … Humor … sich selbst nicht ständig all zu ernst nehmen und öfters mal „Fuck it!“ sagen … Mut zur Authentizität … hart an sich zu arbeiten und niemals seine Träume aufgeben.


Rock ‘n‘ Roll hat allerdings auch Schattenseiten. Insofern mag es für manchen Zweifler schwer vorstellbar sein, gerade mit Rockmusik Ängste und Krisen zu überwinden …

Das ist richtig, alles im Leben hat Licht- und Schattenseiten und nicht jeder mag einen Zugang zu Rockmusik haben. Letztlich macht die Dosis das Gift. Was hilft, hilft.


Cover Buch Rock n Roll Therapy Rock ‘n‘ Roll Therapy

Stress, Ängste und Krisen meistern
ISBN 978-3-96186-027-2

Superman auf Pfeil nach oben

Wie die Wahrnehmung des Arbeitsmarkts unsere Bewerbungsaktivitäten beeinflusst

In Deutschland mögen wir Sicherheit! Lieber werden Tatsachen zu düster dargestellt, als dass wir uns nachher für zu viel Optimismus entschuldigen sollten. Schwärmerei ist ohnehin verpönt. Diese Beobachtung ist natürlich mit der Tatsache verbunden, dass sich „schlechte Nachrichten“ besser vermarkten lassen als eine positive Berichterstattung. Wenn ich die Kommentare zum Bericht eines  50-Jährigen lese, der sich für den Arbeitsmarkt zu alt fühlt, stelle ich viel Beifall fest. Jeder der eine ähnliche Erfahrung gemacht hat, freut sich über das geteilte Leid. Sehr leicht werden Schuldige gesucht, die den „Älteren“ keine Chance geben. Wer allerdings Positives schreibt, „eckt an“ und offensichtlich fühlen sich diejenige, die andere Erlebnisse gemacht haben, provoziert, angegriffen oder beschuldigt, da sie nicht über einen derart positiven Ausgang einer herausfordernden Situation erzählen konnten. Diese Reaktionen haben einen verstärkenden Charakter und wer sich einmal eine blutige Nase geholt hat, verhält sich das nächste Mal – gerade schriftlich – zurückhaltender.

Warum geht es Deutschland vergleichsweise gut trotz kritischer Berichterstattung?

Medienberichten zufolge war Deutschland in Not. Zwei Quartale hintereinander hat sich die Konjunktur abgeflaut. Nun drohte eine Rezession. Darüber wurde ausführlich berichtet. Es kam jedoch… anders! Im ersten Quartal 2019 erwirtschaftete die Bundesrepublik ein Plus – und somit war das Angstgespenst „Rezession“ verschwunden. Dennoch wurde weiterhin von Auftragsrückgängen gesprochen. Aber so richtig passte das Horrorszenario nicht. Plötzlich heißt es im Juni 2019, dass die Umsätze im Handwerk im ersten Quartal um 6,4 Prozent gestiegen sind! Diese Nachricht findet sich aber irgendwo auf den linken Seite im Innenteil der Wirtschaftsnachrichten in den überregionalen Zeitungen. Gegen diese Vorgehensweise ist nichts einzuwenden, oder doch? Offensichtlich geht es Deutschland besser als kolportiert wird. Jeder Mittelständler wird bestätigen, dass die Suche nach qualifiziertem Personal in den vergangenen Jahren ungemein schwieriger geworden ist. Bei jeder Untersuchung ist das das Top-Thema, das Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) beschäftigt und macht auch vor den Konzerntüren nicht Halt.

Die Gefahr der Entmutigung

Persönlich sehe ich eine einseitige bzw. eine auf schwierige Ereignisse fokussierte Berichterstattung als kritisch an. Warum? Der Bewerber, der sein Leben gestalten möchte, wird Rückschläge (die normal sind) nun im Lichte der Medienpräsenz interpretieren. Im Extremfall wird er die Flinte ins Korn werfen und sich seinem – anscheinend unabwendbaren – Schicksal ergeben. Wer liest, dass Schulabgänger kein festes Angestelltenverhältnis erhalten, dass durch die Digitalisierung Arbeitsplätze verlorengehen und dass Ü50-Jährige sowieso keine Chance mehr haben, eingestellt zu werden, wird seine individuellen Erlebnisse entsprechend interpretieren. Erfolgsgeschichten haben, wie erwähnt, keine Chance weil jeder, der diesen Erfolg nicht teilt, sich fragen müsste, was er oder sie „falsch“ macht.

Die Position der Arbeitnehmer erstarkt

Wozu ermutige ich? Deutschland zählt im Augenblick 45 Millionen Erwerbstätige. Eine realistische Schätzung spricht davon, dass 2 Millionen Stellen offen sind. Die geburtsstarken Jahrgänge gehen in Rente und für zwei Babyboomer, die sich aus dem Arbeitsleben verabschieden, rückt ein Vertreter der „Generation Z“ nach. Relativ gesehen wird es für die verbleibenden Arbeitnehmer immer einfacher, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Dabei ist bereits berücksichtigt, dass Arbeitsplätze wegfallen – während gleichzeitig neue entstehen.

Die zwei Erfolgsfaktoren für die Bewerbung

Es ist schon fast Pflicht, sich als Bewerber ein wenig abzuschotten, kritische Berichterstattung an sich „abperlen“ zu lassen und Ruhe und Zuversicht zu bewahren. Erfolg ist von zwei Aspekten abhängig: Die Qualität der Selbstdarstellung (Kompetenzen und Erfolge sollten sichtbar werden) sowie die Anzahl der Kontaktaufnahmen. Wer diese beiden Steuerungselemente vor Augen hat und sich nicht beirren lässt, wird – mit ganz wenigen Ausnahmen, die gern Kontakt zu mir aufnehmen dürfen – das Ziel erreichen.

Haben Sie Fragen? Setzen Sie sich gern mit dem Autor Vincent Zeylmans unter info(at)zeylmans.de in Verbindung.


gemalter Kreidepfeil mit Inschrift Tipps + TricksWeitere Beiträge zum Thema Bewerbung

 So geht Bewerben: Tipps vom Karriere-Coach

Der Experte in Sachen Bewerbung Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere.


Über den Autor

 Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven, Experte in Sachen Bewerbung, gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere. Als SZ-Jobcoach schreibt er regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung.

Jeden Monat zeigt er innovative und teils kuriose Ansichten und Herangehensweisen an Probleme, die garantiert jeder Bewerber in seinem Leben einmal erlebt hat – vom Bewerbungsprozess bis hin zum heiß ersehnten Gespräch, vom Berufseinstieg bis zum beruflichen Neuanfang.

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven blickt auf eine internationale Karriere als Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen und Konzerne (u.a. Yves Rocher und Gillette) zurück. Der Karriere-Coach hält als Gastdozent am MCI Management Center Innsbruck Vorträge zum Thema Job-Hunting, verfasst Beiträge für das Magazin FOCUS und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung.

Frau mit Kaffee sitzt am Boden vor Laptop

Einfach entspannt bewerben

Die meisten von uns denken beim Thema Bewerbung an stundenlanges Formulieren des perfekten Anschreibens, das unauffällige Kaschieren von Lücken im Lebenslauf, an Unmengen von Kopien und Ausdrucken – vom Mysterium um DAS optimale Bewerbungsfoto ganz zu schweigen. Doch es geht auch anders, vor allem vor dem Hintergrund der neuen digitalen Arbeitswelt. Bewerben einfach gemacht, so unsere Autorin Sandra Gehde im Interview zu ihrem neuen Buch  Bewerbung to go.

Liebe Frau Gehde, ich selbst habe zuletzt vor 14 Jahre eine Bewerbung geschrieben, gleich nach dem Studium. Der Gedanke, heute eine Bewerbung schreiben zu müssen, jagt mir beinahe Angst ein. Damit bin ich sicherlich nicht allein. Warum ist das Ihrer Meinung nach so? Warum ist das „Bewerben“ so negativ belastet – losgelöst von dem Umstand, sich aus der Arbeitslosigkeit heraus zu bewerben?

Die Bewerbung ist eine emotionale Angelegenheit, Angst ist da ein verständliches Gefühl. Zum einen hängt vom Job viel ab – und damit meine ich nicht nur das Finanzielle –, sondern die gesamte Lebenszufriedenheit. Zum anderen begeben wir uns in eine Situation, in der wir zwangsläufig bewertet werden. Die Angst vor Ablehnung kennt wohl jeder. In der Bewerbung geben wir viel von uns Preis, werfen unser Können, unsere Erfolge, unsere Persönlichkeit in die Waagschale. Wir wollen zeigen, wie gut und geeignet wir sind. Und dann kommt eine kurze Mail oder ein zweizeiliger Brief mit einer standardisierten Absage. Es ist schwierig, eine so klare Ablehnung nicht persönlich zu nehmen.


Wenn ich daran zurückdenke, wie viele Stunden ich vor dem PC saß, unzählige Bewerbungsratgeber vor mir, wie viele Seiten ich gedruckt habe, welche Unsummen ich für Bewerbungsmappen, hochwertiges Papier und Umschläge ausgegeben habe, vom Mysterium des „perfekten Bewerbungsfotos“ ganz zu schweigen … Ist das alles tatsächlich überholt? Hat die klassische Bewerbung wirklich ausgedient?

Kurz und bündig: Ja! Und wie ich finde, zum Glück! Es wurde Zeit, dass dieses schwergängige und überholte Bewerbungprocedere verschwindet. Wir brauchen in jeder Hinsicht etwas, was zu unserer modernen Gesellschaft und den neuen Anforderungen im Job passt. Alles um uns herum ist darauf ausgerichtet, das Leben einfacher zu machen, smart zu gestalten. Nur bei Bewerbungsschreiben wurden noch Maßstäbe wie vor 25 Jahren angelegt. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß! Entspannt bewerben ist jetzt Trend!


In Zeiten des scheinbar unkontrollierten Teilens von Persönlichem auf Facebook, Twitter, Instragram und Co. ist es schwer vorstellbar, dass ausgerechnet diese Plattformen seriöse Jobangebote anbieten können?

Im Gegenteil! Genau diese Plattformen bieten alle Möglichkeiten. Dort werden täglich millionenfach Inhalte geteilt. Dieser Content ist so vielseitig und bunt wie die Menschen, die dort posten. Natürlich gibt es darunter auch unseriöse Inhalte – denken Sie nur an die Fakenews! Und es gehört sicher zu den neuen Kompetenzen, seriöse Nachrichten und Angebote von Fakes zu unterscheiden. Aber ganz egal, was Sie verkaufen oder anbieten – an den Social-Media-Plattformen kommen Sie nicht vorbei. Schauen Sie sich dort um – ob internationaler Konzern oder der kleine Metzger an der Ecke –, jeder ist dort präsent, macht dort Werbung! Daran sehen Sie, wie etabliert diese Medien inzwischen sind. Und selbstverständlich finden Sie dort seriöse Jobangebote.


Doch steckt nicht eigentlich noch mehr dahinter, insbesondere was den eigenen Umgang mit diesen Portalen betrifft? Was mache ich zum Beispiel, wenn ich vor fünf Jahren ein sehr saloppes Statement gepostet habe, was ich heute wahrscheinlich nicht mehr machen würde. Wie viel Einfluss nimmt  ein solcher Eintrag in meiner Chronik auf meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

Die Schnelllebigkeit dieser Medien kommt Ihnen hier zu Gute! Was Sie vor fünf Jahren gepostet haben, dürfte normalerweise längst im Treibsand von Masse und Zeit vergangen sein. Kümmern Sie sich einfach nur um Ihre jüngste mediale Vergangenheit. Ich rate dazu, aktuelle öffentliche Profile und Accounts von peinlichen Äußerungen oder Bildern zu befreien – falls jemand einen Blick in Ihr öffentliches Profil wirft.


Sie sind Expertin auf diesem Gebiet und haben sicherlich Unmengen an guten, aber auch schlechten Bewerbungen gesehen. Gibt es Bewerbungen, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind, egal ob gut oder schlecht? Und was ist Ihrer Meinung nach der größte Fehler, den man bei einer Bewerbung machen kann?

Ja, stimmt! Ich denke, ich habe schon fast alles gesehen. Ob unbeholfen, wunderbar oder maßlos übertrieben – es war alles dabei.

Tatsächlich ist mir eine Bewerbung besonders in der Erinnerung, weil sie so ungeschickt gestaltet war. Ein Booklet mit selbstgebastelten Ziehharmonika-Seiten, alles sehr klein und eng beschrieben, kaum zu entziffern –- wenn sie eine Lupe mitgeschickt hätte, wäre es vielleicht noch witzig gewesen. Das kommt dabei heraus, wenn Bewerbern eingetrichtert wird, sie sollen um jeden Preis originell sein. Das Einfache trifft den Zeitgeist besser!

Abgesehen von solch seltenen Fehlgriffen, ist meiner Meinung nach der größte Fehler, die eigenen Wünsche zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Bei manchen Bewerbern liest sich das Anschreiben wie eine Weihnachtswunschliste. Der Arbeitgeber möchte natürlich zuerst wissen, was der Bewerber für das Unternehmen mitbringt. Hier macht die richtige Formulierung sehr viel aus. Mit dem von mir entwickelten 15-Minuten-Anschreiben lassen sich solche Fehler leicht vermeiden.


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ISBN 978-3-96186-030-2

Anhänger mit Blättern und Schriftzug

Endlich darf ich ICH sein

Wie oft stellen wir uns zwischen dem nächsten wichtigen Meeting, der nächsten einzuhaltenden Deadline, dem nächsten fälligen Familientreffen und dem nächsten zu besorgenden Geburtstagsgeschenk für die Schwiegermutter die Frage: Wann bin eigentlich ich mal dran? Wann ist Zeit für meine Wünsche und Pläne?  Ex-Profi-Handballerin Ilka Piechowiak zeigt in ihrem Buch Jetzt bin ich mal dran wie das funktioniert. Dass sie auch selbst erst ihren Weg zu einem selbstbestimmten Leben finden musste, hat sie uns in einem kurzen Interview verraten.

Liebe Frau Piechowiak, Sie sind selbstständig und entsprechend viel unterwegs. Wie schaffen Sie es, Zeit für sich selbst zu finden?

Ich bin sehr konsequent im Eintrag meiner „ich-Zeit“ im Kalender und weiß, was es mit mir macht, wenn ich mich wenig um mich kümmere oder mir nur Termine aufhalse. Das heißt, dass ich wirklich nur eine gewisse Menge/Tage an Aufträgen im Jahr annehme, auch wenn manchmal der Euro lockt. Ich verplane mich sowohl geschäftlich als auch mit Freunden und anderen Tätigkeiten einfach nicht so viel. Zudem ist mein Handy ständig – in allen Funktionen – lautlos gestellt. Ich bekomme gar nicht mit, wenn was „reinkommt“ oder „aufpoppt“. Das hat etwas mit Fokussieren zu tun. Ich arbeite sehr konzentriert und lebe/genieße auch konzentriert.


Sie haben in Ihrem Leben schon einige einschneidende Entscheidungen getroffen – von denen Sie auch in Ihrem Buch erzählen –, die teilweise für Außenstehende nicht nachvollziehbar waren. Trotzdem haben Sie es durchgezogen. Woher haben Sie den Mut gefasst?

Generell muss man ja sagen, dass mutige Menschen auch Ängste haben. Und Angst oder die Fähigkeit, einfach Dinge zu tun (also mutig zu sein), kommt aus unserer tiefsten Persönlichkeit. Daher ist die Frage wohl am einfachsten zu beantworten, wenn ich sage: ich habe für DAS, wofür ich mich entschieden habe, immer eine enorme Freude und Begeisterung verspürt. Bei einer Entscheidung steht immer an, sich WOFÜR und WOGEGEN zu entscheiden. Der WOFÜR-Drang (also hin-zu-Motivation) ist der Part, der voller Begeisterung und Leidenschaft gefüllt sein sollte. Dann passiert das, was mir gelungen ist. FREUDE ist der Gegenpart zur Angst.


Wir haben Sie als sehr positive, selbstbewusste Person kennengelernt, die vor Tatendrang strotzt. Doch was ist mit Menschen, die diese Grundhaltung nicht teilen, die vorsichtiger, weniger optimistisch sind? Die Angst davor haben, andere vor dem Kopf zu stoßen, wenn sie Ihrem Credo „Jetzt bin ich mal dran“ folgen. Was raten Sie diesen Menschen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen?

Wenn es darum geht, zu lernen, auch mal NEIN zu sagen (ggf. anderen vor den Kopf zu stoßen), können diese Menschen in kleinen Schritten lernen/üben, auch mal NEIN zu sagen. Erst das Erlebnis/ die Erfahrung mit dem „Nein-Sagen“, wenn es denn eine positive ist (also der Gegenüber damit ok ist), führt dazu, diese Angst zu überwinden und füllt den Selbstsicherheits-Speicher langsam, aber stetig an. Wenn wir die Angst nicht überwinden, haben wir keine Chance, uns zu entwickeln. Das mit dem Optimismus ist etwas anderes, das ist die tiefe Grundeinstellung. Auch an der kann man arbeiten. Aber dazu würde ich immer zu einem Coach raten. Die Grundeinstellung zu ändern ist nicht leicht, aber möglich. Insbesondere mit einem Coach.


Manche Menschen könnten versucht sein, die Einstellung „Jetzt bin ich mal dran“ als Egoismus auszulegen. Doch es geht nicht darum, nur an sich zu denken. Inwiefern spielt diese Grundhaltung eine Rolle für den Umgang mit anderen?

Egoismus ist wichtig, ist es doch – zumindesst in meinem Verständnis – eine Art von Selbstliebe. Die Frage ist, was wir und andere unter diesem Begriff verstehen und wie ihn jeder für sich definiert. Ich glaube, so wie ich es in meinem Buch schreibe, ist wichtig, neben dem „An-sich-selbst-denken“ die anderen Menschen immer wertschätzend zu behandeln. Also, ich kann jemanden zu einem Termin wertschätzend absagen. Aber wie derjenige mit dieser Absage umgeht (also ob er sich dadurch beleidigt, zurückgesetzt fühlt etc.) liegt nicht mehr in meiner Verantwortung.
Und das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit dem Gesetz der Kommunikation: Senden und Empfangen (also Wahrnehmen des Gesagten).


Ein wichtiges Thema in Ihrem Buch sind Wünsche. Ihr großer Wunsch war es immer, einen Hund zu haben. Diesen Wunsch haben Sie sich erfüllt. Doch was ist mit Wünschen, die schlicht nicht erfüllbar sind? Wie gehe ich mit solchen Wünschen um? Gebe ich sie einfach auf und suche mir einen anderen Traum? Oder haben „unerfüllte Wünsche“ nicht doch einen gewissen Einfluss auf mich?

Ich könnte jetzt platt sagen: ich wünsche mir gar nicht erst das, was nicht möglich ist. Die Frage ist ja, WAS ist eigentlich mein Wunsch und bleibt er – in meiner Welt realistisch und ist es wirklich EIN Wunsch von mir aus dem Herzen. Oder will ich es – als vermeintlichen Wunsch – und stelle fest, es ist gar nicht erreichbar. Dann macht der Wunsch per se natürlich unzufrieden. Also, wenn ich mir wünschen würde, ich möchte in eine mega Villa mit 30 Zimmern wohnen und acht Hunde haben, dann ist das vielleicht ein toller Wunsch, der nicht erfüllbar ist. Interessant ist, dass ich es gar nicht will. Das heißt, bevor ich schaue, ob ein Wunsch wirlich erfüllbar ist, muss ich mich erstmal fragen, ist es überhaupt MEIN HERZENSWUNSCH.
Und ich bin der Meinung, dass alles das, was wir uns sehnlichst wünschen, auch erfüllbar ist. Nur muss ich – immer – etwas dafür tun, dass er in Erfüllung geht. Und daran hapert es bei vielen Menschen schon. Sie sind nicht bereit, wenn Sie einen Wunsch haben, dafür auch richtig viel zu tun oder viel zu lassen.


Sie sind wunschlos glücklich? Oder gab es auch Entscheidungen, die Sie im Nachhinein bereuen oder infrage stellen, ob es nicht anders doch besser gewesen wäre? Wenn ja, wie gehen Sie damit um?

Ja, ich bin wunschlos glücklich. Un: ja, ich denke an manche Lebensmomente zurück, die ich evtl. heute anders machen würde. Bereuen tue ich nichts. Denn das würde ja heißen, dass ich mich so sehr in der Vergangenheit befinde, die ich eh nicht mehr ändern kann. Ich weiß, warum ich manche Entscheidungen (die mir heute traurig erscheinen) damals so getroffen habe. Und damals ging es nicht anders. Ja, natürlich habe ich dann auch Momente, die klingen wie „Wenn ich damals … dann wäre ich heute …“. Aber soll ich Ihnen etwas sagen? Ich denke eher von jetzt in die Zukunft und ich sage mir in bestimmten Momenten dann: Ich würde es JETZT anders machen, wenn die Chance nochmal kommt. Und ich glaube an diese Chance, die dann auch irgendwann bestimmt nochmal kommt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.


Cover Titel Jetzt bin ich mal dran Jetzt bin ich mal dran
Wie ein selbstbestimmtes Leben gelingt
ISBN 978-3-96186-029-6

Cover Bewerbung to go metropolitan

Bewerbung to go

Das Thema Bewerbung treibt uns regelmäßig den Schweiß auf die Stirn – und denkt man an die Flut an mehr oder weniger hilfreiche Bewerbungsratgeber liegen die Nerven erst recht blank.

Aus diesem Grund hat Sandra Gehde, die selbst Quersteigerin im Personalwesen ist, dieses Buch geschrieben für alle, die keine Zeit haben, sich stundenlang mit einem Anschreiben zu beschäftigen. Für alle, die keine Lust haben, nächtelang im Internet zu surfen, nur um herauszufinden, wie viele Leerzeilen zwischen Anschrift und Anrede stehen sollen und wo das verflixte Datum hinkommt.

Das Festhalten an althergebrachten Strukturen, nur um ihrer selbst willen, entspricht nicht dem natürlichen Lauf der Dinge! Alles verändert sich – und der Fortschritt ist in jedem Bereich unseres Lebens hautnah spürbar: Information at your fingertips und autonomes Fahren sind längst Realität oder auf dem Weg dorthin.

Auch die Arbeitswelt und ihre Anforderungen verändern sich ständig. Nur von den Bewerbern wird häufig genug noch erwartet, sich in veraltete Strukturen zu fügen und Bewerbungen in einer Sprache zu erstellen, die kein Mensch mehr spricht – die vielleicht nie wirklich so gesprochen wurde. Das erscheint verrückt, welchen Sinn soll das haben?

Deshalb bietet  Bewerbung to go einen zeitgemäßen Weg, deine Bewerbung erfolgreich zu gestalten, ohne dich dabei zu verbiegen und ohne zuerst einen Bachelor im Personalwesen machen zu müssen. Deswegen auch der Titel – wie ein Kaffee zwischendurch!

Um das Thema Bewerbung anschaulich darzustellen, wurden die Texte nach der Micro-Learning-Methode aufbereitet und Checkboxe am Ende der wichtigsten Abschnitte helfen, das Erlernte zu wiederholen und zu veranschaulichen. Die Antworten findest du hier.

Checkbox Nr. 1: First step!

Bewerben, so einfach wie Einkaufen. Mit einem Click zum neuen Job. Die Generation Y macht es möglich. Die Digital Natives sind in den Führungsebenen angekommen und bringen frischen Wind in den angestaubten Bewerbungsprozess.

Sie wollen es dem Bewerber leicht machen, mit Mobile Recruiting und smarten Bewerbungsabläufen. Den meisten Arbeitgebern kannst du irgendwo folgen, sie irgendwo liken und bewerben kannst du dich auch auf fast jede Art und Weise. Nutze die Möglichkeiten, gehe Job-Shoppen!

Mit Checkbox Nr. 1 (Seite 27) solltest du abfragen,  was das Wichtigste ist, um deinen Social-Media-Account optimal für die Jobsuche einzusetzen. Die Antwort gibt es hier:

Checkbox aus Bewerbung to go

Checkbox Nr. 2: Scrabble time!

Bewerbungsportale, reine Jobbörsen und Jobsuchmaschinen gibt es online inzwischen so viele wie Geschmacksrichtungen bei Kaffeekapseln – eine unglaublich große und bunte Auswahl! Nachfolgend findest du eine kleine Kostprobe.

Auf Bewerbungsportalen und zunehmend auch auf den Seiten der Jobbörsen erhältst du meistens noch weitere Tipps und Informationen zum Thema Bewerbung.

Hier erfährst du das Lösungswort aus dem Buchstabenrätsel in Checkbox Nr. 2 von Seite 38:

Checkbox aus Bewerbung to go

Checkbox Nr. 3: Matchingwords-Challenge

Das Auswertungsprogramm von Online-Stellenformularen, das über deine Antworten läuft, sucht nach Matchingwords, die zum Stellenprofil passen bzw. die in der Anzeige direkt abgefragt werden. Es lohnt sich im Freitext, relevante Wörter aus der Jobanzeige zu wiederholen. Für die Computerauswertung könntest du die Wörter auch einfach in einer Liste untereinander schreiben. Die zweite oder dritte Sichtung übernimmt jedoch ein Mensch – und der bewertet deine Bewerbung positiver, wenn du die Matchingwords in einem kleinen Text zusammenfasst.

Mit Checkbox Nr. 3 auf Seite 49 solltest du die Anwendung von Matchingwords üben. Hier die Lösung:

Checkbox aus Bewerbung to go

Checkbox Nr. 4: Foto-Review

Ein Foto ist verzichtbar und nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist die Anforderung eines Fotos gar nicht mehr zulässig. Internationale Unternehmen weisen häufig explizit darauf hin, dass ein Foto nicht erwünscht ist. Sie wollen den Verdacht einer Diskriminierung aufgrund von Äußerlichkeiten erst gar nicht aufkommen lassen. Wenn das der Fall ist, halte dich daran. In allen anderen Fällen verzichte nicht auf den Vorteil eines Fotos!
Denn das AGG hat völlig recht: Ein sympathisches Foto beeinflusst den Betrachter – zu deinen Gunsten. Das ist einfache Psychologie und geschieht völlig unbewusst. So wertvoll ist dein Foto!

Doch was ist das optimale Foto? Checkbox Nr. 4 (Seite 66) lieferte dir einige Beispielbilder, die es zu bewerten galt. Welches hättest du ausgewählt?

Checkbox aus Bewerbung to go

Checkbox Nr. 5: Quiztime!

Das Anschreiben einer Bewerbung lässt so manchen Bewerber verzweifeln, obwohl es an Bedeutung eigentlich verloren hat. Nichtsdestotrotz sollte es kurz und knapp das Wichtigste zu deiner Person zusammenfassen. Aber nicht vergessen: Strapaziere deinen potenziellen künftigen Arbeitgeber nicht mit Endlossätzen, deren Aussage am Ende gegen Null tendiert.

Checkbox Nr. 5 (Seite 73) hat dir ein paar Beispielsätze zur Auswahl gestellt. Hättest du sie alle so übernommen? Hier die richtigen Antworten:

Checkbox aus Bewerbung to go

Checkbox Nr. 6: Zeugnis-Roulette!

Deine Zeugnisse und Nachweise sprechen für dich, setze sie wirkungsvoll ein! Je nachdem, welche Zeugnisse und Nachweise du hast, kannst du sie einteilen in die Must-haves und die freiwilligen Nachweise.

Doch was muss wirklich in die Bewerbung? Hier die Antworten zum Zeugnis-Roulette aus Checkbox Nr. 6 (Seite 91):

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Checkbox Nr. 7: Richtig oder falsch?

Sparsam eingetaktet, entfalten positive Eigenschaften in der Bewerbung eine glänzende Wirkung. Verwende diese Adjektive im Hauptteil des Anschreibens oder auch im Lebenslauf bei „Soft Skills“. Es passt auch für die Detailbeschreibungen, wenn du noch etwas einstreuen möchtest. Suche Eigenschaften aus, die wirklich zu dir passen und voraussichtlich gut beim zukünftigen Arbeitgeber ankommen.

Wie war das noch gleich? Hier gibt´s die Antworten zu Checkbox Nr. 7 (Seite 101):

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Checkbox Nr. 8: Brainteaser!

Mit Checkbox Nr. 8 (Seite 140) haben wir dein logisches Denken auf die Probe gestellt. Konntest du das Rätsel lösen? Hier die Auflösung:

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Kleine Gehirnkunde

Das Gehirn ist genial. Wenn du häufig in kurzer Zeit die gleichen Texte liest, korrigiert das Gehirn Fehler im Text von allein, es weiß ja schließlich, was du eigentlich schreiben wolltest. Das ist toll vom Gehirn. Aber das bedeutet für dich, dass du diese Fehler gar nicht mehr wahrnimmst und es erschwert das Korrekturlesen der eigenen Texte ungemein. Das zeigte dieses kleine Buchstabenrätsel auf Seite 133:

Checkbox aus Bewerbung to go

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Symbolgrafik für Erfolg im Job: Frau blickt in die Ferne

Was ist beruflicher Erfolg?

In den ersten ein, zwei Wochen im neuen Jahr vergeht kaum ein Gespräch ohne die obligatorischen Wünsche für ein „erfolgreiches neues Jahr“. Was aber ist Erfolg? Ein besseres Gehalt? Ein Aufstieg auf der Karriereleiter? Vielleicht eine kürzere Anfahrt zur Arbeit, eine bessere Zusammenarbeit im Team oder mehr Freizeit? Die Liste der beruflichen Wünsche ließe sich beliebig verlängern, beispielsweise mit einer besseren Führungskraft als Chef, mehr Gestaltungsspielraum oder Beteiligung an wichtigen Entscheidungen. Beruflicher Erfolg lässt sich nur schwer messen. Unser  Autor Vincent Zeylmans berichtet aus der Praxis.

Verschiedene Lebensbereiche beeinflussen einander

Da die verschiedenen Lebensbereiche stets ineinandergreifen, wünscht sich manch einer vielleicht eine bessere Gesundheit, eine Klärung der Beziehung zu den Kindern oder eine Deeskalation von Streitigkeiten mit dem näheren Umfeld, damit die persönliche Energie wieder voll in den beruflichen Erfolg investiert werden kann.

Erfolg hat unterschiedliche Gesichter. Ich erzähle Ihnen drei kurze Geschichten von meinen Klienten, die aus meiner Sicht im Jahr 2018 erfolgreich waren. Möglicherweise inspirieren Sie die Entscheidungen dieser Personen.

Erfolgsgeschichte 1:

Petra, 26 Jahre

Petras Vater ist seit Jahrzehnten angestellter Geschäftsführer einer Baustoffgruppe. Als Kind bekommt Petra die enge Beziehung zwischen ihrem Vater und der Eigentümerfamilie mit. Sie ist „auserkoren“, ihrem Vater eines Tages zu folgen. Dieser Tag ist vielleicht nicht mehr weit weg, denn ihr Vater feiert in diesem Jahr seinen 63. Geburtstag. Es herrscht aber noch keine Klarheit. Petra wird nichts geschenkt. Ihre Berufung muss sie sich verdienen.

Um mal was anderes zu sehen, ging sie nach Dublin in Irland und arbeitete im Vertrieb eines Software-Unternehmens. Dort sollte sie Kundenorientierung lernen. Auf Arbeit, so erzählte sie es ihrem entsetzten Vater und mir, hatte sie eine Hängematte, jeden Tag frische Säfte, einen Masseur, der wöchentlich kam, eine Mitgliedschaft im Fitness-Center sowie flexible Arbeitszeiten und ein tolles Team von jungen Leuten. Nach einem Jahr hätte sie Teamleiterin werden und überdurchschnittlich gut verdienen können.

Beruflicher Erfolg = langfristige Perspektive?

Petra fühlt sich aber berufen, in die Fußstapfen des Vaters zu treten und die Chance wahrzunehmen, welche die Inhaberfamilie ihr bietet. Dazu ist zunächst noch eine Station in einem anderen Baustoffunternehmen fällig. Sie sieht eine Anzeige als Assistent des Geschäftsführers einer nicht konkurrierenden Gruppe, die in einer anderen Region der Bundesrepublik tätig ist.

Petra fängt hier Anfang 2019 an. Beruflicher Erfolg ist für sie nicht, das meiste Geld zu verdienen oder den größten Spaß zu haben. Sie fühlt sich familiären Werten und Chancen verpflichtet. Ihre Perspektive ist langfristig. Dafür verzichtet sie darauf, den kurz- und mittelfristig einfacheren und lukrativeren Weg zu gehen. Ihre Entscheidung fällt ihr nicht leicht, kommt aber ohne Druck zustande. Petra weiß nicht, ob sie die Kündigung in Dublin jemals bereuen wird.

Erfolgsgeschichte 2 :

Torben, 40 Jahre

Torben ist ein alter Hase in der Versicherungswirtschaft. Er hat verschiedene Stationen durchlaufen. Bei seinem letzten Arbeitgeber haben ihm die Unternehmenswerte zugesagt. Er dachte, die wären nicht nur auf Papier geschrieben, sondern würden auch gelebt. Von der Realität war er sehr enttäuscht. Gerade von seinem Chef hatte er viel erwartet – und von ihm erhielt er die Kündigung.

Torben war dennoch guter Dinge. Ein Profi. Im besten Alter. Nicht zu teuer. Dazu der Fachkräftemangel. Er war dann überrascht, wie zäh sich der Bewerbungsprozess gestaltete. Ausgerechnet im Dezember erhielt er in einer Woche fünf Einladungen zum Jobinterview. Jeden Tag eins. Nun war er sich sicher, dass er den Erfolg in der Tasche hatte. Doch am Ende der Woche sah seine Bilanz ernüchternd aus: Zwei Absagen, zwei Arbeitgeber passten überhaupt nicht. Blieb eine Option übrig.

Steht beruflicher Erfolg über allem?

In der Selbstreflexion stellte Torben fest, dass er sich mit dem Produkt des übrig gebliebenen Arbeitgebers nicht identifizierte. Auch war hier Aufbauarbeit gefordert, die er in dem Maße eigentlich nicht nochmals erbringen wollte. Gleichzeitig war das Angebot attraktiv: Das Ende der Bewerbungsphase. Man kann es doch einfach mal probieren. Wenn es nicht passt, ist eine Kündigung immer möglich.

Torben nahm jedoch einen Perspektivwechsel vor. Er wusste, dass es auch eine Nummer zwei und drei auf der Bewerberliste gab, die eine Absage erhalten würden, wenn er zusagte. Er hat lange nachgedacht und sich dazu entschieden, die Chance nicht wahrzunehmen. Seine Integrität stand ihm im Weg. Dummheit? Er betrachtet seine Entscheidung, die ihn seine Jobsuche 2019 fortsetzen lässt, als Erfolg.

Erfolgsgeschichte 3:

Joachim, 57 Jahre

Joachim hat als Ingenieur und Vertriebsleiter für unterschiedliche Konzerne gearbeitet. Nach der Kündigung beim letzten Arbeitgeber war er verhalten optimistisch, was die Jobaussichten anging. Er wusste, dass sich Unternehmen gerade schwer tun, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Doch ihm war auch bewusst, dass sein Alter eine Rolle spielen würde.

Er entschied sich dagegen, sich auf alles zu bewerben, was ihm „über den Weg lief“. Keine Copy-and-paste-Anschreiben an jeden beliebigen potenziellen Arbeitgeber. Er wollte nicht mit anderen Kandidaten im Wettbewerb stehen, indem er sich auf ausgeschriebene Stellen bewarb. Den Markt recherchierte er sorgfältig und sendete – mit Herzblut – Initiativbewerbungen an Firmen, die er für passend hielt. Und wurde enttäuscht.

Beruflicher Erfolg durch Fleiß und Zufall

Sein Erfolg: Er gab nicht auf. Er hat an seiner Überzeugung festgehalten, dass es irgendwann funktionieren würde. Nun kommt der Zufall ins Spiel – der aber durch Fleiß herbeigerufen werden kann. Ein Unternehmen in chinesischer Hand sucht einen Vertriebler, der einen Konzern betreut, für den Joachim in der Vergangenheit gearbeitet hat. Joachim kennt die Strukturen und die Kultur. Er wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen …

Was ist mit Ihrem beruflichen Erfolg?

Wie sieht nun Ihre Erfolgsvorstellung für das nächste Jahr aus? Sei es mehr Verantwortung zu übernehmen, weniger Stress zu haben oder einfach gute Entscheidungen für sich zu treffen: Ich wünsche Ihnen für Ihr Vorhaben gutes Gelingen!

Haben Sie Fragen? Setzen Sie sich gern mit  Autor Vincent Zeylmans unter info@zeylmans.de in Verbindung.


gemalter Kreidepfeil mit Inschrift Tipps + TricksWeitere Beiträge zum Thema Bewerbung

 So geht Bewerben: Tipps vom Karriere-Coach

Der Experte in Sachen  Bewerbung Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere.


Über den Autor

 Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven, Experte in Sachen Bewerbung, gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere. Als SZ-Jobcoach schreibt er regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung.

Jeden Monat zeigt er innovative und teils kuriose Ansichten und Herangehensweisen an Probleme, die garantiert jeder Bewerber in seinem Leben einmal erlebt hat – vom Bewerbungsprozess bis hin zum heiß ersehnten Gespräch, vom Berufseinstieg bis zum beruflichen Neuanfang.

 Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven blickt auf eine internationale Karriere als Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen und Konzerne (u.a. Yves Rocher und Gillette) zurück. Der Karriere-Coach hält als Gastdozent am MCI Management Center Innsbruck Vorträge zum Thema Job-Hunting, verfasst Beiträge für das Magazin FOCUS und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung.

Roborter der Notizblock hält

Vernichtet die Digitalisierung Arbeitsplätze?

Die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch. In der öffentlichen Debatte hört man Befürchtungen, dass der technologische Wandel und insbesondere die Digitalisierung zu Jobverlusten führen wird. Ist diese Sorge berechtigt? Oder bringt die „Arbeitswelt 4.0“ sogar neue Jobs und mehr Wohlstand?

Die Ökonomin Melanie Arntz vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim sieht vor allem einen massiven Strukturwandel als Folge der Digitalisierung. Was versteht man überhaupt unter Arbeit 4.0? „Wenn man sagt, Arbeit 4.0 bezieht sich vor allem auf die veränderte Weise, wie wir arbeiten, sei es im Home office, entgrenzt und ständig digital vernetzt, dann finde ich, dass man heute vielfach schon so arbeitet, wie Arbeit 4.0 auch in fünf Jahren sein wird“, sagt Leibniz-Professorin Arntz im Interview mit der Fachzeitschrift N-Journal. Experten warnen aber davor, immer nur auf drohende Arbeitsplatzverluste zu schauen. Gern zitiert wird immer die Studie des Ökonomen Carl Benedikt Frey und des Informatikers Michael Osborne aus dem Jahr 2013, wonach 42 Prozent der Jobs in Deutschland durch Digitalisierung und Automatisierung ersetzt würden, in den USA sogar 47 Prozent.

Melanie Arntz hat dieser Studie im Jahr 2016 eine eigene entgegengehalten und sieht in Deutschland nur rund jeden zehnten Arbeitsplatz von Automatisierung bedroht. Wie kommen solche unterschiedlichen Werte zustande? „Frey und Osborne nahmen an, dass Berufe homogen sind“, sagt Arntz. Das heißt: Alle Beschäftigten in einem Berufsfeld haben eine bestimmte Tätigkeitsstruktur. Diese vorausgesetzt, kommen sie dann zum Ergebnis: 47 Prozent sind potenziell ersetzbar. „Die Annahme dagegen, die wir getroffen haben, ist: Nein, es gibt auch innerhalb von Berufen ein ganz weites Spektrum“, erläutert die Mannheimer Arbeitsmarktforscherin. Berufsbilder befänden sich in einem ständigen Anpassungsprozess. „Das, was ein Automechaniker früher gemacht hat, heutzutage als Mechatroniker, unterliegt ja permantem Wandel.“


Das komplette Interview lesen Sie im N-Journal 1/2019. Mehr Informationen unter  www.nachhaltigkeit-wissen.de !

rosa Glühbirne leuchtet - Selbstständigkeit wagen

Trau dich und bring deine Idee zum Leuchten

Die erfahrene Gründungs- und Unternehmensberaterin Astrid Hochbahn begleitet seit vielen Jahren kreative Köpfe bei der Verwirklichung ihres Traums von der Selbstständigkeit oder dem eigenen Unternehmen. Doch der Weg vom ersten Funken bis zum letztlichem Leuchten ist lang und steinig. Mit ihrem neuen Buch „Bring deine Idee zum Leuchten“ hilft sie all denjenigen, die den Mut aufbringen möchten, den ersten Schritt zu tun und die Selbstständigkeit zu wagen.

Liebe Frau Hochbahn, Sie beraten täglich Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, sich selbstständig zu machen. Was sind denn die Hauptgründe für diesen Beschluss?

Es gibt deutliche Wellen beim Gründungsgeschehen. Wenn die Arbeitslosigkeit hoch ist und Menschen Schwierigkeiten haben, einen Job zu finden, denken viele über eine Gründung nach. Doch auch im Augenblick, wo die Beschäftigungslage gut ist, reizt es viele Menschen, sich eventuell selbstständig zu machen. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich: Viele haben Ideen und Träume, die sie gerne verwirklichen möchten oder brennen für Inhalte, die sie umsetzen möchten. Andere reiben sich an Strukturen, die ihnen zu wenig Freiheit lassen. Sie fühlen sich eingeengt durch einen starren 40-Stunden-Tag, durch Chefs, die sie gängeln, durch enge Vorgaben oder uninteressante Arbeitsinhalte. Wenn sie zunehmend das Gefühl haben, nicht mehr gerne zur Arbeit zu gehen, fangen sie an über Veränderungen nachzudenken. Und wenn der Blick in den Stellenmarkt keine Lösung bietet, liegt es nahe, selbst etwas auf die Beine zu stellen.

Mehr Geld zu verdienen, ist eher ein Nebenaspekt. Die meisten Menschen wollen etwas tun, was sie erfüllt und was für sie Sinn macht.


Für den Schritt in die Selbstständigkeit braucht es schon eine gewisse Portion Mut. Wie helfen Sie potenziellen Gründern, den entscheidenden Schritt zu wagen?

Oft geht es darum, vor dem entscheidenden großen Schritt andere kleine zu machen, die Mut machen. Sich selbstständig zu machen ist ein Prozess. Es ist wichtig, die eigenen Ängste zuzulassen und anzuschauen. Die Gefahr, die man kennt, ist oft erheblich weniger bedrohlich, als das Rascheln im Gebüsch, das man nicht einordnen kann. Für Ängste, die man sich anschaut, lassen sich oft ganz pragmatische Lösungen finden. Es geht darum, sich mit der eigenen Selbstständigkeit zu beschäftigen und immer genauer herauszufinden, was man wie machen möchte. Sich in Gedanken zu bewegen, ist ja noch weitgehend ungefährlich. Irgendwann ist der letzte Schritt, es wirklich zu tun, dann gar nicht mehr so groß.

Je konkreter die Dinge werden, desto deutlicher lässt sich auch das Risiko eingrenzen. Und jeder hat die Wahl, welche Selbstständigkeit er oder sie sich kreiert. Das heißt es ist ein Prozess, der eigenen Selbstständigkeit entgegen zu wachsen – und sie andererseits so zu formen, das sie passt und nicht zu groß ist. Vom Start aus kann man ja immer noch weiterwachsen.


Wann ist der richtige Zeitpunkt, eine Idee tatsächlich Wirklichkeit werden zu lassen? Gibt es den überhaupt?

Ich glaube, das ist für jeden anders, was er oder sie braucht, um sich zu trauen. Manchmal haben es die leichter, Kreativität zu wagen, die weniger zu verlieren haben. Wer eh mit dem Rücken an der Wand steht, hat durch neue Schritte viel zu gewinnen. Wer satt und saturiert, aber unglücklich in einem gut bezahlten Job steckt, hat viel mehr zu verlieren. Ich glaube, der richtige Zeitpunkt, um sich mit Alternativen zu beschäftigen, ist dann gekommen, wenn man merkt, dass man nicht gerne zur Arbeit geht. Ich finde, unser Leben ist zu kostbar, um bis zu 40 Stunden in der Woche mit etwas zu verbringen, was wir nicht tun wollen. In der Regel gibt es etwas, was wir tun können, um unser Leben zu verändern – auch wenn man denkt, man stecke fest.

Wer sich mit seiner Idee beschäftigt und sie so konkret werden lässt, der weiß irgendwann, wie er die Dinge angehen will. Es geht darum, die eigene Branche kennenzulernen, den Markt, die KundInnen, Dinge auszuprobieren – alles, was man tun kann, ohne den großen Sprung zu wagen. Und irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, da lässt sich das eigene Leben nicht mehr in der Schwebe halten. Bei den einen kribbelt es dann und sie wollen einfach loslegen. Bei den anderen entsteht Druck von außen – vielleicht merkt der Chef, dass man nicht mehr mit dem Herzen bei der Sache ist usw.


Und gibt es auch einen entscheidenden Punkt, an dem Sie zwingend von einer Gründung bzw. der Selbstständigkeit abraten?

Mein Credo ist, dass sich alles lernen lässt und ich würde nie jemandem sagen, du bist auf keinen Fall geeignet, lass die Finger generell vom Thema Selbstständigkeit. Aber ich würde sagen, du musst unbedingt dies und jenes klären, manches noch lernen und produktive Haltungen finden, sonst bin ich sehr skeptisch, ob du erfolgreich sein wirst. Zum Bespiel, wenn jemand keine Ahnung von der Branche und dem Feld hat, in das er sich begibt oder wenn jemand klipp und klar sagt, ich bin nicht bereit, mich mit Zahlen, Buchhaltung, Steuern etc. zu beschäftigen. Man muss das nicht alles alleine können, aber wenigstens bereit sind, sich darum zu kümmern. Ich weise Menschen auch darauf hin, wenn ihre Gedanken noch zu unausgegoren sind, um sie zu realisieren – daran wachsen Ideen, ist meine Erfahrung. Wenn man aufspürt, was noch nicht stimmig ist, hat die Idee viel größere Chancen auf Erfolg.


Und wenn es letztlich doch schief geht? Wenn meine Idee nicht leuchtet?

Dann geht es darum, sie zu polieren, an ihr zu arbeiten. Oft funktionieren die Dinge nicht auf Anhieb. Es geht darum, Kundinnen und Kunden und Märkte besser zu verstehen und herauszufinden, warum der Funke noch nicht überspringt. Dass die Idee am Anfang nicht leuchtet, ist eher der Normalfall als die Ausnahme. Dann kann man aufhören und aufgeben oder die Ärmel hochkrempeln und erst recht weitermachen und schauen, was man verändern kann.

Und genauso legitim ist es zu sagen, ich habe es wenigstens versucht, aber hier geht es gerade nicht weiter. Ich suche mir jetzt einen Job, ich versuche es mit einer anderen Idee irgendwann neu … Ich erlebe es, dass Menschen sich positiv verändern, wenn sie sich mit dem Thema Selbstständigkeit beschäftigen – auch wenn sie ihr Projekt wieder aufgeben. Durch die Selbstständigkeit erleben sie sich in einer Gestalterperspektive und finden heraus, wer sie sind und was sie in der Welt bewegen wollen. Das kommt ihnen auch in einem Job zugute.


Cover Buch Bring deine Idee zum Leuchten Bring deine Idee zum Leuchten
Die KREATIV-Methode zur erfolgreichen Realisierung von Projekten – für Beruf, Gründung und Unternehmensentwicklung
ISBN 978-3-96186-018-0

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Zwei Lektorinnen mit Buch am Verlagsstand - Interview Buchmarkt metropolitan

metropolitan im Interview mit dem BuchMarkt

Anlässlich des 1. Jubiläums von metropolitan haben unsere Lektorinnen Melanie Krieger und Sylvia Gelinek dem BuchMarkt – Das Ideenmagazin für den Buchhandel ein Interview gegeben.

Auszug Interview Buchmarkt metropolitan:

BuchMarkt:  Wie fühlt es sich an –  der erste Geburtstag?

Melanie Krieger: Ganz wunderbar fühlt es sich an, denn wir haben viel erreicht und können optimistisch in die Zukunft blicken. Vor einem Jahr sind wir mit vier Titeln an den Start gegangen und haben nun schon 19 metropolitan-Bücher im Regal stehen.

Sylvia Gelinek: Und die Bücher sind so bunt und schön, dass der Anblick immer motiviert, wenn wir das Regal vom Schreibtisch aus betrachten. Ein Jahr metropolitan bedeutet außerdem: ein Jahr erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem neuen Team, mit den Autoren und zu unserer großen Freude mit dem Buchhandel.

Wer erfahren möchte, wie unser erstes Jahr gelaufen ist und bei wem wir uns bedanken möchten, der findet das gesamte Gespräch auf der Seite vom  BuchMarkt.

 

Asymbolfoto Agilität: Eine Comic-Rakete in einer Glühbirne

Nur Mut zu Agilität!

Kein Tag vergeht, an dem wir nicht über den Begriff Agilität stolpern. Von allen Seiten werden wir zu mehr Flexibilität und Agilität aufgerufen, um gut auf das scheinbar drohende Unheil, die fortschreitende, nicht aufzuhaltende Digitalisierung vorbereitet zu sein. Doch was steckt hinter dieser Forderung? Sind die Zweifel und Ängste vor der digitalisierten Welt wirklich begründet?

Herr Hübler, in Ihrem neuen Buch beschäftigen Sie sich mit Agilität in Zeiten der Digitalisierung. Ganz in Ihrem Sinne könnte man nun provokant fragen: Agilität ist in aller Munde – gibt es dazu tatsächlich noch etwas Neues zu sagen?

Sonst hätte ich wahrscheinlich kaum ein Buch dazu geschrieben. Obwohl: Um, auf der Agilitätswelle mit zu reiten …? Ernsthaft: Es gibt dort draußen natürlich schon einige Bücher zum Thema Agilität und Digitalisierung. Teils sind gute Ansätze dabei, teils allerdings sind es lediglich Sammlungen bereits bekannter Methoden, was mit Agilität nur am Rande zu tun hat, das Verständnis dafür jedoch nicht im Kern trifft.

Dazu kommen eine Menge Bücher, die das Thema beinahe nur aus der IT-Ecke betrachten, Stichwort Scrum. Bereits das Vokabular ist für viele Nicht-ITler wenig verständlich. Das verstärkt den Eindruck, das Thema würde sich auf die IT-Abteilung beschränken. Zum anderen fehlt meines Erachtens die Verbindung zum Thema Menschlichkeit. Ein Thema, das in keiner aktuellen Podiumsdiskussion zu den Folgen der Digitalisierung fehlen darf, jedoch in Buchform, noch dazu in Verbindung zum Thema Agilität, noch zu selten aufgarbeitet wurde. Genau an diesem Spannungsfeld einer menschlichen Agilität und Digitalisierung scheitern jedoch aus meiner Beratungserfahrung die meisten agilen Ansätze. Konkret: Erst wenn die Bedenken der Mitarbeiter, zum Beispiel in Bezug zu möglichen Kündigungen, ernst genommen werden, nimmt die Agilität auch in etwas trägeren Organisationen Fahrt auf.


In Ihrem Ansatz verknüpfen Sie Agilität mit Demokratie und Ethik. Warum gerade damit?

Agil zu führen bzw. agile Denkweisen in Organisationen einzuführen ist kein Selbstläufer. Wollen Führungskräfte, dass ihre Teams agiler werden, zum Beispiel schneller auf aktuelle Probleme oder Kundenbedürfnisse reagieren, bedeutet das für Führungskräfte, die Entscheidungsmacht für operative Themen direkt den Teams vor Ort zu überlassen. Einzelne Mitarbeiter und Teams müssen damit mehr Verantwortung übernehmen und selbstständiger werden. Ohne ein Verständnis für demokratische Entscheidungsstrukturen im Team geht das nicht. Während in Hierarchien Klarheit darüber herrscht, wer am Ende seinen Kopf hinhalten muss, können sich Mitarbeiter dann nicht mehr hinter einem Spruch wie „Das ist nicht meine Gehaltsklasse“ verstecken. Als kooperative Basis braucht es folglich ein gemeinsames ethisches Verständnis darüber, was geht und was nicht, um im operativen Geschäft agil zu handeln. Eine New Work-Ethik ist damit kein nettes Zuckerl für die Mitarbeiter/innen. Sie ist vielmehr ein Muss, um Agilität und digitalisierte Prozesse langfristig in Organisationen zu etablieren.


Ihr Credo lautet: Agilität und Digitalisierung geht uns alle an! Aber wie sollen gerade Führungskräfte die verschiedenen Generationen von Mitarbeitern innerhalb eines Unternehmens unter einen Hut kriegen? Haben ältere Mitarbeiter denn überhaupt eine Chance gegenüber den Digital Natives?

Das ist genau der Punkt. Diese erfahrenen Mitarbeiter sind immens wichtig, um agile Ansätze in einem größeren, reiferen Kontext zu sehen. Immerhin haben sie schon so manchen Hype kommen und gehen sehen. Werden sie weniger als Bremser, sondern mehr als wertvolle Berater gewertschätzt und integriert, fallen auch die Widerstände weg.


Viele Menschen begegnen Agilität und auch der Digitalisierung mit Sorge oder sogar Angst. Warum ist das so? Ist diese Skepsis Ihrer Meinung nach begründet?

Die Skepsis ist definitiv begründet und sollte ernst genommen werden. In meinem Buch werbe ich dafür, der „juvenilen, lebendigen“ Agilität etwas Reiferes, Erwachsenes, Bedachtes gegenüberzustellen. Gerade hier können ältere, besorgte Mitarbeiter genau die Menschlichkeit in die Konzepte einbringen, die Organisationen vor einem agilen Kollaps bewahren, in dem ohne Sinn und Verstand nur noch reagiert wird. Zumindest wenn wir eine Vision wie aus Dave Eggers Roman Circle nicht als Non-Plus-Ultra betrachten. Auch die Agilität oder Digitalisierungsmaßnahmen sollten Grenzen haben, um deren Vorzüge optimal zu nutzen.


Welchen Rat würden Sie daher Führungskräften, aber auch allen Mitarbeitern, die sich mit New Work so schwer tun, auf den Weg geben?

Ein Buch wie meines ist sicherlich nur ein Anfang. Ich lege darin zumindest mögliche Rahmenbedingungen, Fallstricke sowie die wichtigsten Ideen und Tools zur Einführung agiler Strukturen dar. Mein Buch liefert die Philosophie einer menschlich-agil-demokratischen Führung in einer digitalisierten Welt. Letztlich müssen jedoch Organisationen, Führungskräfte und Mitarbeiter ihre eigenen Wege finden. Nur weil Agilität cool klingt und es jeder machen will, heißt das noch lange nicht, dass es auch cool ist … oder dass Kunden es wollen. Wir vergessen häufig, dass die Meinungsbildung sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft oftmals von einer kleinen, aber lautstarken Gruppe ausgeht. Während es andere Kunden ärgert, wenn die Regale schon wieder umgestellt wurden, nur weil sich die Kundeninteressen anscheinend schon wieder verändert haben.

Beim Thema Digitalisierung gilt das Gleiche: Nicht alles, was digitalisiert möglich ist, muss auch digitalisiert ablaufen. Das Beispiel Scannerkassen zeigt deutlich mögliche Grenzen auf: Wenn Kunden haptisch einkaufen gehen, wollen die meisten nach wie vor den Kontakt zu echten Menschen. Ansonsten könnten sie die Waren auch bestellen und sich schicken lassen. Die Chance einer neuen Art von Arbeit liegt ja nicht darin, möglichst viele Prozesse zu digitalisieren und damit Arbeitskräfte einzusparen sowie mittels eines Reiz-Reaktionsimpulses auf sich wandelnde Kundeninteressen einzugehen. Stattdessen könnten frei gewordene Potenziale kreativ genutzt werden, zum Beispiel durch demokratisch-agilere Servicetätigkeiten, um für einige Mitarbeiter die Lebendigkeit zurück in automatisierte Arbeitsprozesse zu bringen.

Mein Rat lautet also: Finden Sie Ihren eigenen Weg und überlegen sich genau: Was wollen wir wirklich? Wie viel Digitalisierung brauchen wir? Und was fangen wir mit den Freiräumen an? Welche agilen Prozesse bringen uns weiter und machen unsere Arbeit lebendiger? Und wie viel Menschlichkeit als grundlegende Ethik unserer Arbeit wollen wir uns bewahren?


Cover Titel New Work New Work: Menschlich – Demokratisch – Agil
Wie Sie Teams und Organisationen erfolgreich in eine digitale Zukunft führen
ISBN 978-3-96186-016-6

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Cover Ryborz Schluss mit Bla Bla Bla metropolitan

Die Kunst der vertrauensvollen Kommunikation

„Schluss mit Bla Bla Bla!“, sagt Rhetorik-Experte Professor Heinz Ryborz in seinem Buch über erfolgreiches Kommunizieren. Die meisten Menschen haben die Kontrolle über ihr Kommunikationsverhalten verloren. Die Reiz- und Informationsüberflutung im digitalen Zeitalter führt zu voreiligen und wenig durchdachten Reaktionen. Mangelnde Substanz, Oberflächlichkeit, Daherplappern, Gewohnheit und die Unfähigkeit, Perspektiven zu verändern, beherrschen die Gespräche.

Heinz Ryborz zeigt einfache Möglichkeiten, sich von Automatismen zu befreien und wieder bewusster und authentischer zu kommunizieren. Mithilfe von zahlreichen Checklisten, Beispielen und Übungen sollen nicht nur die kritische Denkfähigkeit und das Durchsetzungsvermögen verbessert werden, sondern auch die Wahrnehmung, Intuition und Achtsamkeit.

Kommunikation mit Gefühl und Verstand ermöglicht es, die eigene Persönlichkeit stärker zu entfalten und andere besser zu verstehen. Seien Sie kritisch, aber bewerten Sie nicht! Stellen Sie Fragen und achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Gesprächspartner! So setzen Sie Ihre Interessen durch und verbessern gleichzeitig Ihre Beziehungen im Berufs- und im Privatleben.

Cover Schluss mit BlaBlaBla! - Die Kunst der vertrauensvollen Kommunikation Schluss mit Bla Bla Bla!
Kommunikation mit Herz und Verstand
ISBN 978-3-96186-017-3

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Champagnerflasche Korken fliegt - Beitrag Humorvolle Provokation

Humor ist wie Champagner

Chefs sollen ihre Mitarbeiter wertschätzend behandeln. Allerdings bleibt die Ehrlichkeit dabei oft auf der Strecke. Humorvolle Provokation kann eine Lösung sein.

Provokation gehört dazu

Ein weiser Mann sagte einmal: Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen – Erwachsenen zum Aufwachen. Für Humor gilt dasselbe: Führungskräfte haben die Pflicht, ihre Mitarbeiter zu provozieren, ob mit Geschichten, Witzen oder Metaphern. Doch das ist in deutschen Unternehmen nicht leicht.  Eine Studie der Universität Manchester bringt es auf den Punkt: „Deutsche mögen keine Überraschungen. Plötzliche Änderungen in geschäftlichen Angelegenheit sind unwillkommen. Geschäft wird von den Deutschen sehr ernst genommen, Humor ist unerwünscht.“

Führungskräften wird seit Jahrzehnten in Seminaren beigebracht, ihre Mitarbeiter wertschätzend zu behandeln. Doch wird dabei so manches ehrliche Wort geopfert. Allerdings ist es gerade diese Ehrlichkeit, die zu einem reinigenden Aha-Effekt führen kann.

Weil wir auch die unangenehmen Folgen von Provokation kennen, erfordert es Mut, erlernte und erwünschte Kommunikationsmuster zu durchbrechen. Natürlich sollte sich in einer Provokation jederzeit ein Verständnis für die Lage des Mitarbeiters widerspiegeln, um langfristig respektvoll zusammenzuarbeiten. Ein plumper Schlag ins Gesicht, wie wir es von den Twitter-Botschaften eines Donald Trump kennen, reicht nicht einmal für eine kurzfristig Kooperation aus.

Humor gezielt einsetzen

Wie wir an unserer Comedy-Müdigkeit sehen, kann es aber auch ein zu viel des Guten geben. Daher gilt: Humor ist wie Champagner – als Aperitif wunderbar geeignet, doch als Hauptgang nicht zu empfehlen. Gerade in Hierarchien sind Witze über sicherheitsrelevante Abhängigkeiten absolut tabu. Sagt ein Chef zum Mitarbeite: „Wenn Sie so weitermachen, werden Sie wahrscheinlich gekündigt“ , ist das selten witzig. Der Spruch verdeutlicht lediglich auf einer pseudo-humorigen Ebene die Machtverhältnisse.

Auch sonst ist unser Alltag gespickt mit Humor, der außer Ärger nichts bewirkt. Die üblichen Sprüche innerhalb der Belegschaft wie „Auch mal wieder da?“ sind allenfalls billige Provokationen. Im Anlauf lustig gemeint, doch nach der dritten Wiederholungsschleife so schal wie abgestandenes Bier. Mit einem Spruch wie „Sie sehen aus, als würde daheim die Hütte brennen“ gegenüber einer alleinerziehenden Halbtagskraft ließe sich sicherlich mehr erreichen. Es könnte sich sogar ein Gespräch über die Doppelbelastung der Person ergeben.

Fallbeispiel: Perfektion versus Klarheit

Auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung führt Humor dazu, neue Perspektiven zu entwickeln, Verbindungen zu festigen, einen Mitarbeiter wachzurütteln und ihn zum Nachdenken anzuregen.

Ein Beispiel: Das Team von Frau Perfectopolus musste in diesem Jahr schon einiges mitmachen. Wann der bevorstehende Umzug in neue Räume stattfinden soll, ist immer noch unklar. Bis zur Entscheidung gibt es einen Investitions- und Einstellungsstopp. Dabei ist die Arbeitsbelastung schon jetzt erdrückend. Einige Kollegen denken offen über den Arbeitsplatzwechsel nach. Die letzten Aufrechten halten den Kahn gerade so über Wasser.

An sich ist Frau Perfectopolus eine gute Teamleiterin. Doch verliert sie sich in Perfektionismus und vergisst dabei die menschliche Seite der Führung. Ihr Abteilungsleiter, Herr Klarovic, hat sie bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es zielführender wäre, ihrem Team geduldig zuzuhören. Was das Team bräuchte, wären Wertschätzung und Präsenz, um das verlorene Vertrauen wiederherzustellen. Frau Perfectopolus nickt ab, um dann schnell wieder in alte Muster zurückzufallen. Kann Herr Klarovic in so einer Situation mit Humor arbeiten? Aber, ja!

Mut zur Ehrlichkeit

Humor führt zu mehr Ehrlichkeit im Umgang miteinander. Eine Führungskraft, die offen mit ihren Mitarbeitern umgeht, verhindert Gerüchteküchen und passive Aggressionen. Gerade in stressigen Phasen führt  übertriebener Ernst zu Fanatismus und Zynismus. Unter Stress ist es normal, Ärger gegenüber einer Führungskraft zu empfinden. Mitarbeiter brauchen allerdings einen Kanal zum Dampfablassen. Besser sind da gemeinsames Lachen statt heimliche zynische Spitzen.

Herr Klarovic könnte wohlwollend lächelnd zur Teamleiterin sagen: „Frau Perfectopolus, ich schätze Sie sehr als eine Kollegin, die Situationen genau analysiert, um das Beste herauszuholen. In planbaren Zeiten ist das eine sinnvolle Vorgehensweise. Wir befinden uns jedoch in chaotischen Zeiten. Entsprechend können Sie Ihrem Team wenig Halt durch klare Erkenntnisse geben.“ Er schmunzelt und hält dabei Augenkontakt, um zu sehen, ob er ihr mit dieser Aussage nicht zu nahe tritt. Dann führt er fort: „Wenn ich Sie so beobachte und reden höre, erinnern Sie mich an einen Kreisel. Sie drehen und drehen sich und machen mich dabei etwas nervös.“ Frau Perfectopolus muss leicht beschämt schmunzeln. „In einer solchen Umbruchsituation vermute ich, dass Sie Ihre Mitarbeiter nervöser machen, als sie es ohnehin schon sind.“ Nun möchte er Frau Perfectopolus mit ins Boot holen. „Aber vielleicht fällt Ihnen ein ganz anderen Bild ein?“

Frau Perfectopolus antwortet, so habe sie das noch nicht gesehen, aber es sei schon etwas dran. Sie bewegt sich auch wie ein Kreisel von einer Situation in die nächste. Hier taucht ein Gerücht auf, dort gibt es Unstimmigkeiten, Enttäuschungen, Misstrauen und Ärger. Herr Klarovic fragt: „Wenn der Kreisel nicht anhält, vielleicht gibt es etwas, das ihm eine innere Stabilität in all dem Chaos verleihen könnte?“

Und so kommen sie nach und nach auf ganz andere Punkte, die Frau Perfectopolus wirklich helfen, um dem ganzen Chaos standzuhalten. Herr Klarovic schreibt Frau Perfectopolus damit nicht vor, besser zuzuhören, sondern hilft ihr mit der humorvollen Metapher des Kreisels, ihre innere Stabilität zu finden. Eine Stabilität, die ihr Lust macht, auch selbst mit Humor in ihrem Team zu arbeiten.

Bilder für die innere Stabilität

Wie kamen die beiden dorthin? Laut Inkongruenz-Theorie hängt Frau Perfectopolus zu Beginn der humorvollen Äußerung in der Luft. In diesem Stadium erfolgt die Enttäuschung: Kreisel? Was will mein Chef von mir? Sollte Frau Perfectopolus denken, Herr Klarovic sei ihr nicht wohl gesonnen, wird sie instinktiv ihre Scheuklappen tragen. Ist eine gute Bindung vorhanden, führt die provokant-respektvolle Enttäuschung zu einer Erweiterung der Perspektive: „Ich darf kreiseln. Meine Stabilität sollte ich jedoch nicht verlieren.“ Mit Sicherheit wird Frau Perfectopolus in chaotischen Situationen an den Kreisel denken und daran, was ihr helfen könnte, ihre innere Stabilität in Krisensituationen wiederzuerlangen.

So startet sie in der nächsten Teamsitzung todernst mit folgender Metapher: „Ich habe das Gefühl, wir sind die Crew der Enterprise und rasen von einem Asterioiden zum nächsten.“ Nach einer kurzen Pause ergänzt sie: „Ich muss zugeben, dass dieses ständige Raserei mich schon ganz nervös macht. Euch auch, oder?“ Manche im Team beginnen zu grinsen, andere sind noch verwundert. So kennen Sie ihre Teamleiterin bisher nicht. Ihre menschliche Seite kommt zum Vorschein. Und das humorvolle Bild war lediglich der Aufhänger, der Champagner, der Wachmacher, das menschliche Verbindungsglied, um anschließend ernsthaft auszuloten, was das Team wirklich tun kann, um sicher durch die unsichere Zeit zu gelangen.

Was Sie brauchen, um humorvoll zu führen:

  1. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter spüren, dass Sie sie verstehen, auch wenn Sie anderer Meinung sind. Diese Ambiguitätstoleranz, das Aushalten unterschiedlicher Meinungen, ist eine wichtige Grundbedingung für provokant-kreative Auseinandersetzungen im Team. Nur wer wertschätzt und Verständnis zeigt, darf auch provozieren.
  2. Gehen Sie offenen Auges durch das Leben. Die Welt steckt voller grotesker Bilder, die für wunderbare Vergleiche herhalten können: das politische Weltgeschehen, Filme, Romane oder Tierdokus. Sammeln Sie Witze, Geschichten, Metaphern und Anekdoten. Humor ist vielfältig und will, wie alles andere auch, trainiert werden.
  3. Seien Sie in Gesprächssituationen präsent. Was wollen Sie mit Ihrer Provokation erreichen? Vertrauen Sie auf Ihre Intuition, wenn Ihnen ein humorvoller Einwurf, ein Vergleich oder ein Witz, einfällt. Sollten Sie merken, dass Sie über das Ziel hinausgeschossen haben, können Sie Ihr Gegenüber immer noch fragen, ob das Bild passt. Oder Sie gehen nach der It-was-just-a-joke-Methode: Der Witz ist draußen. Mal sehen, was passiert.

Gastbeitrag unseres Autors Michael Hübler im Magazin Human Resources Manager, Originalartikel unter:  www.humanresourcesmanager.de/magazin

Provokant Authentisch Agil Provokant – Authentisch – Agil
Die neue Art zu führen
Wie Sie Mitarbeiter humorvoll aus der Reserve locken
ISBN 978-3-96186-004-3
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Logo Wir lieben den Buchhandel

Sie wollen kostenlose Aufmerksamkeit für Ihre Buchhandlung?

Na dann, auf geht’s! Wir stellen Ihre Buchhandlung vor und Sie gewinnen an Reichweite. Fordern Sie unsere Aktionsplakate und Lesezeichen an oder laden Sie sich diese gleich herunter. Zeigen Sie uns anschließend Ihre metropolitan-Buchpräsentation, indem Sie uns entweder ein Foto oder auch gerne ein Video schicken. Wir veröffentlichen Ihren Beitrag auf unseren Social Media-Kanälen wie Facebook, Twitter und YouTube sowie natürlich auf unserer Homepage. So machen wir auf Sie und Ihre Buchhandlung aufmerksam und regen unsere Follower an, eine Buchhandlung zu besuchen. Beteiligen Sie sich an unserer Aktion – damit wir Sie unterstützen können!

Und wir haben noch lange nicht genug! Passend zur Frankfurter Buchmesse entwerfen wir eine tolle Broschüre, denn wir lieben den Buchhandel. Alle, die es nicht erwarten können, finden hier einen ersten Einblick.

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Wir lieben den Buchhandel

Unterstütze, woran du glaubst! Der Buchhandel liegt uns am Herzen!

Seit knapp einem Jahr ist das neue metropolitan-Programm erfolgreich am Markt – mit Unterstützung des Buchhandels! Dafür sind wir sehr dankbar und möchten gerne etwas zurückgeben. Getreu unserem Motto „Finde deine Stärken“ startet zur Frankfurter Buchmesse 2018 unsere Kampagne „Wir lieben den Buchhandel“.

Mit dieser Aktion können Sie  Ihre Lieblingsbuchhandlung oder Ihre eigene Buchhandlung vorstellen. Dabei ist es unser Anliegen, den lokalen Handel weiterhin zu unterstützen, denn dort sind unsere Bücher in guten Händen und unsere Leser können sich auf eine kompetente Auswahl, Präsentation und Beratung verlassen. Wir lieben den Buchhandel!

Eine junge Frau sitzt vor ihrem Laptop und hat den Telefonhörer in der Hand

Das Telefoninterview – was gilt es zu berücksichtigen?

Vor wenigen Jahren undenkbar – nun fast Standard. Das Telefoninterview! Bewerber beklagen sich häufig: „Da kann ich nicht zeigen, wer ich bin“ oder „Wenn die mich kennenlernen wollen, sollen sie mich doch einladen“. Natürlich können wir lamentieren, aber wenn der Arbeitgeber es so wünscht, müssen wir uns damit auseinandersetzen.

Ein Telefoninterview hat auch Vorteile..

Aber die Vorgehensweise hat auch Vorteile. Wer von Hamburg nach München eingeladen wird, benötigt zumindest einen Tag Urlaub. Vielleicht ist dort bereits nach 10 Minuten offensichtlich, dass es überhaupt nicht passt. Dann gilt es nur noch, die Rückfahrt anzutreten. Natürlich ist es nett, auf Kosten des Unternehmens (das die Fahrtkosten übernimmt) die bayerische Hauptstadt kennenzulernen. Es bleibt aber oft das Gefühl, dass viel Energie für ein mageres Ergebnis investiert wurde.

Vor allem wenn sich diese Erfahrung zwei- oder dreimal wiederholt, taucht die Frage nach Alternativen auf. Für einen Arbeitgeber gibt es immer „Kann-„ und „Muss-Kriterien“. So kann es zwingend erforderlich sein, dass der Kandidat SAP beherrscht. Es ist auch möglich, dass sich die Gehaltsvorstellungen derart weit auseinanderbewegen, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei aller Sympathie einfach nicht zueinander finden werden. In solchen Fällen hat eine vorherige Klärung am Telefon mithilfe eines Telefoninterviews klare Vorteile.

Nachteile von Telefoninterviews

Ebenso ist es richtig, dass ein Telefonat Einschränkungen mit sich bringt. Auf den Psychologen Albert Mehrabian geht die Feststellung zurück, dass unsere Kommunikation zu 55 Prozent über die Körpersprache erfolgt, zu 38 Prozent über die Intonation und lediglich zu 7 Prozent über den Inhalt. Am Telefon fällt demnach mehr als die Hälfte der „normalen“ Kommunikation weg. Vor allem impulsive Persönlichkeiten, weniger die Zurückhaltenden, fühlen sich von dieser Tatsache sehr beschränkt.

Worauf gilt es also zu achten?

  • Da Sie Ihren Gesprächspartner nicht sehen können, wissen Sie auch nicht, wann Sie ihn inhaltlich verlieren. In so einem Moment macht weiterreden wenig Sinn. Entweder unterbricht Ihr Gesprächspartner Sie oder Sie kürzen Ihre Ausführungen ab, legen eine Pause ein und fragen bewusst nach, ob alles verständlich war.
  • Selbstverständlich sollte die Technik kein Störfaktor sein. Das fängt damit an, dass Ihr Handy aufgeladen ist und Sie guten Empfang haben.
  • Apropos Störfaktoren, ein Arbeitskollege kann Sie im leeren Konferenzraum überraschen oder Sie haben zu Hause im Homeoffice nicht an die Straßenarbeiten (Presslufthammer) gedacht. Vielleicht haben Sie vergessen, Ihre Familie zu informieren, und Ihre Kinder spielen „fangen“ vor Ihrer Zimmertür. Treffen Sie also sorgfältig Vorkehrungen für ein ungestörtes Telefonat.

Videokonferenz

Wenn der potenzielle Arbeitgeber vorschlägt, das Interview nicht per Telefon, sondern als Videokonferenz (Skype, FaceTime, WhatsApp, ZOOM) durchzuführen, gibt es wiederum andere Tücken:

  • Nun könnte sichtbar werden, dass Sie Ihr Homeoffice nicht aufgeräumt haben. Sie sollten also unbedingt im Vorfeld prüfen, was Ihr Gesprächspartner im Hintergrund sieht.
  • Auch sollten Sie wissen, wie Sie Ihr potenzieller künftiger Arbeitgeber optisch wahrnimmt. In welchem Winkel müssen Sie sich platzieren, damit die Kamera Sie wunschgemäß einfängt und Proportionen nicht verzerrt erscheinen. Da es keine zweite Chance für einen ersten Eindruck gibt, kann es beispielsweise sinnvoll sein, den Laptop auf zwei Kartons auf Augenhöhe aufzustellen.
  • Auch hier ist es essenziell, die Technik im Vorfeld in jeder Hinsicht zu überprüfen. Wie viele Videokonferenzen fangen mit der (nicht verstandenen) Bemerkung an: „Ich kann Sie nicht hören.“ Dann werden hektisch Einstellungen überprüft, Mikrofone ein- und ausgeschaltet, bis manchmal verzweifelt nach dem Mobiltelefon gegriffen wird, das dann neben den Bildschirm gelegt wird, um eine Verständigung zu ermöglichen. Kein guter Anfang!

Testgespräch aufzeichnen

Sie haben die Möglichkeit, ein Skype-Interview nicht nur probeweise mit einer Testperson durchzuführen, sondern auch Ihren Einsatz aufzuzeichnen. Im persönlichen Bewerbungsgespräch haben Sie meist etwa 10 Minuten, um sich optimal darzustellen. Am Telefon oder in einer Video-Konferenz sollten Sie die Zeit radikal auf maximal 2 Minuten reduzieren. Wie gut Sie Inhalte in dieser Kürze transportieren vermögen, können Sie sich anschauen, wenn Sie ein Video aufnehmen und es anschließend analysieren.


gemalter Kreidepfeil mit Inschrift Tipps + TricksWeitere Beiträge zum Thema Bewerbung

 So geht Bewerben: Tipps vom Karriere-Coach

Der Experte in Sachen Bewerbung Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere.


Über den Autor

 Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven, Experte in Sachen Bewerbung, gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere. Als SZ-Jobcoach schreibt er regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung.

Jeden Monat zeigt er innovative und teils kuriose Ansichten und Herangehensweisen an Probleme, die garantiert jeder Bewerber in seinem Leben einmal erlebt hat – vom Bewerbungsprozess bis hin zum heiß ersehnten Gespräch, vom Berufseinstieg bis zum beruflichen Neuanfang.

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven blickt auf eine internationale Karriere als Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen und Konzerne (u.a. Yves Rocher und Gillette) zurück. Der Karriere-Coach hält als Gastdozent am MCI Management Center Innsbruck Vorträge zum Thema Job-Hunting, verfasst Beiträge für das Magazin FOCUS und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung.

Mann mit rotem Tuch und Stier als Schatten

Mitarbeitermanagement – Nobody is perfect!

Jeder Mitarbeiter ist mit seinen Stärken und Schwächen unverwechselbar und einzigartig. So bleibt nicht aus, dass dieses Unikat in seinem Verhalten unbeabsichtigt oder vorsätzlich von der üblichen Norm abweicht. Demzufolge erleben wir Individualisten, die mit ihren Macken und Eigenheiten besonders auffallen. Stellen sie hierdurch den Arbeitserfolg infrage oder werden persönliche Animositäten berührt, identifizieren wir sie mit ihrem destruktiven Verhalten bald als schwierige Mitarbeiter und versuchen nun regelmäßig, sie auf den angeblich „richtigen“ Weg zurückzuführen. Hier kann Mitarbeitermanagement entscheidend sein.

Während manche Führungskräfte eine direkte Konfrontation meiden und schwierige Mitarbeiter trotz ihres Fehlverhaltens zähneknirschend gewähren lassen, setzen andere Vorgesetzte alle Hebel in Bewegung, um die „hoffnungslosen“ Fälle davon abzubringen, weiterhin Unruhe in ihrem Unternehmen zu stiften. In ihren Augen besteht der beste Ausweg in einer Trennung, um allen Beteiligten Zeit, Nerven und Energie zu sparen. Doch ob und wann der frei gewordene Arbeitsplatz in Zeiten eines sich verstärkenden Fachkräftemangels mit einem wollenden und könnenden Bewerber besetzt werden kann, ist ungewiss.

Grundsätzlich ist kein Mitarbeiter ist per se schwierig. Erfolgsautor Hans-Jürgen Kratz zeigt in seinem neuesten Buch „Mensch Mitarbeiter!“, dass es sich lohnt, auf scheinbar schwierige „Aus-der-Reihe-Tanzer“ einzuwirken. In jedem Besserwisser, Aufschieber, Nörgler oder Perfektionisten steckt verborgenes Potenzial, das es aufzudecken und zu nutzen gilt, um den Mitarbeiter neu zu motivieren, sein Know-how wieder engagiert einzubringen. Mitarbeitermanagement ist also eine wichtige Komponente.

Und seien wir ehrlich: Was wäre der Büroalltag ohne die Klatschtanten, Hypochonder, Jammerlappen oder Phrasendrescher dieser Welt? Richtig: Langweilig!

Cover Titel Mensch Mitarbeiter! Mensch Mitarbeiter!
Der richtige Umgang mit Besserwissern, Frustrierten, Perfektionisten, Querulanten, Mobbern und Co.
ISBN 978-3-96186-014-2

 Hier geht’s zum Buch und zur Leseprobe

Tastatur, Maus, Smartphine, Uhr und Lesebrille liegen auf einem schwarzen Schreibtisch

Der Bewerbungszyklus: Welche Monate eignen sich besonders für Bewerbungen?

Es ist nicht einfach, sich nebenbei – während man einem anspruchsvollen Job erfüllt – zu bewerben. Da kommt die Sommerzeit vielen gelegen. Das Geschäft wird ruhiger und viele Kollegen sind im Urlaub. Im Zeitraum von Juni bis August sollte es also möglich sein, die eigene Karriere voranzubringen! Ähnliche Gedanken kommen vielen, die sich neu orientieren wollen, zum Jahresende. Aber sind das wirklich gute Zeiten, um sich zu bewerben? Wie ist der Bewerbungszyklus?

Recherche am Swimmingpool

Bleiben wir beim Sommer. Wer in der Badehose am Pool sitzt und sich bei Stepstone & Co. umschaut, stellt rasch ernüchtert fest, dass kaum Stellen ausgeschrieben sind. Wenn man genauer darüber nachdenkt, überrascht das natürlich nicht. Auch die Entscheidungsträger in Unternehmen haben anderes im Sinn, als sich gerade in dieser Zeit mit Personaleinstellungen zu befassen. Zudem sind strategische Überlegungen im Spiel: Wer versucht, möglichst viele qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu erreichen, wird diese nicht ausgerechnet in der Urlaubshochsaison ansprechen.

Zeit für Initiativbewerbungen?

Wenn also die Personalverantwortlichen selbst in der Sonne liegen, ist diese Zeit dann vielleicht für Initiativbewerbungen prädestiniert? Schließlich werden – laut Agentur für Arbeit – 65 Prozent aller Stellen nicht ausgeschrieben. Dann müsste es doch leichter sein, in ruhigen Zeiten die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, oder?

Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht. In der Praxis funktioniert sie aber weniger gut. Das Risiko ist hoch, dass die Bewerbung liegen bleibt, da die zuständige Person nicht anwesend ist. Nach der Rückkehr hat sie normalerweise erst einmal andere dringende Aufgaben. Selbst wenn die Bewerbung einen Ansprechpartner erreicht und positiv auffällt, sind meistens mehrere Abteilungen in den Entscheidungsprozess involviert. Bis endlich alle aus dem Urlaub zurück sind und konsultiert werden, vergehen häufig mehrere Wochen. Nun hat der Arbeitgeber ein schlechtes Gewissen, dass er so lange nicht reagiert hat. Darüber hinaus geht er vielleicht davon aus, dass sich der Bewerber in der Zwischenzeit für eine andere Position entschieden hat.

Hoffnung Headhunter

Das Gleiche gilt für Headhunter. Sie werden in den Urlaubsmonaten nicht von Unternehmen beauftragt. Auch hier: Die Auftraggeber haben in dieser Zeit andere Prioritäten. Und welches Unternehmen möchte einen Personalberater beauftragen, der in dieser Zeit nur Zugriff auf einen Teil der potenziellen Kandidaten hat? Daher machen die Executive Search Consultants selbst Urlaub. Das bedeutet, dass eine Initiativbewerbung an Headhunter in der Urlaubssaison genauso wenig zum Ziel führt wie eine Kontaktaufnahme zu Unternehmen.

Wie können ruhige Zeiten im Jahr sinnvoll genutzt werden?

Die Monate von Juni bis August sowie November und Dezember sind für Recherchen sehr gut geeignet. Sie können sich ausführlich Gedanken über Ihr Profil machen. Dann bringen Sie entsprechend Ihre Unterlagen auf Vordermann. Anschließend werden geeignete Unternehmen und Headhunter recherchiert.

Social Media und Personal Branding

Es gibt aber auch Bewerbungsaktionen, die weniger vom Bewerbungszyklus abhängig sind. Die Sommermonate eignen sich besonders, das Personal Branding auf den Prüfstand zu stellen. Sind das XING- und LinkedIn-Profil noch aktuell? Vielleicht ist es an der Zeit, diese noch um einen weiteren Auftritt im Netz zu ergänzen. Eine eigene Website vielleicht? Oder einen Blog anfangen? Mit weniger Aufwand kann ein Twitter-Profil angelegt werden. Es bietet die Gelegenheit, zunächst einmal passiv zu schauen. Eine Facebook-Seite (Achtung: kein persönliches Profil) oder ein Kanal bei YouTube sind weitere Möglichkeiten, sich zu positionieren.

Fazit

Sorgen Sie dafür, dass Sie in den starken Bewerbungsmonaten Februar/März und September/Oktober auf dem Arbeitsmarkt präsent sind. März bis Mai sind legitim. Juni bis August und November bis Januar stellen weniger gute Zeiten für Bewerbungen dar. Aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktsituation fing die Personalsuche in den letzten beiden Jahren etwas früher an, somit sollten Bewerber bereits ab Januar wachsam sein.


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 So geht Bewerben: Tipps vom Karriere-Coach

Der Experte in Sachen Bewerbung Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere.


Über den Autor

 Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven, Experte in Sachen Bewerbung, gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere. Als SZ-Jobcoach schreibt er regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung.

Jeden Monat zeigt er innovative und teils kuriose Ansichten und Herangehensweisen an Probleme, die garantiert jeder Bewerber in seinem Leben einmal erlebt hat – vom Bewerbungsprozess bis hin zum heiß ersehnten Gespräch, vom Berufseinstieg bis zum beruflichen Neuanfang.

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven blickt auf eine internationale Karriere als Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen und Konzerne (u.a. Yves Rocher und Gillette) zurück. Der Karriere-Coach hält als Gastdozent am MCI Management Center Innsbruck Vorträge zum Thema Job-Hunting, verfasst Beiträge für das Magazin FOCUS und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung.

Eine Wand an der viele bunte Post-it-Klebezettel kleben

Projektmanagement kann so einfach sein: 5 Fragen an Autor Patrick Schmid

Wer selbst ins Projektmanagement involviert ist, kennt die unzähligen Herausforderungen. Sind die Inhalte und die Ziele klar definiert, müssen Termine und das knappe Budget im Auge behalten werden. Den Erfolg für kleine und mittlere Projekte zu garantieren ist kein Kinderspiel.

Genau bei diesen Problemen hilft der Ratgeber Erfolgreiches Projektmanagement von Patrick Schmid weiter. Als erfahrener Projektmanagement-Coach, weiß er um die Probleme, mit denen sich sowohl Projektneulinge wie auch routinierte Projektleiter zu kämpfen haben.

Herr Schmid, in Ihrem Buch sagen Sie, dass erfolgreiches Projektmanagement eigentlich ganz einfach ist. Doch warum scheitern dann so viele Projekte?

Dafür gibt es ein paar wenige Gründe, die jedoch häufig auftauchen: Meist sind die Projekte von vorneherein unrealistisch aufgesetzt – nur keiner merkt es oder sagt es oder zieht daraus gar Konsequenzen. Das kann man bei Projekten aller Größe beobachten. Da werden Mitarbeiter eingeplant, die es nicht gibt. Es wird getan, als ob das Projekt das Einzige im Unternehmen wäre, dabei gibt es jedoch 30 gleichartige Projekte zur gleichen Zeit. Die beteiligten Abteilungen arbeiten in unterschiedliche Richtungen anstatt zusammen. Die Projektziele sind so unklar, dass man sich alles Mögliche darunter vorstellen kann und am Ende nichts herauskommt. Das kann nicht funktionieren. Die Frustration in Unternehmen ist teilweise extrem hoch.


Viele Mitarbeiter haben Angst davor, ein Projekt zu leiten, gerade wenn sie zum ersten Mal damit betraut werden. Was raten Sie Projektneulingen?

Das erste Projekt ist immer Neuland. Stellen Sie sich als frisch gebackener Projektleiter darauf ein, dass auch bei bester Absicht  nicht alles klappt. Die wirklichen Probleme kommen dabei meist nicht aus dem Fachbereich, in dem Sie sich auskennen, sondern aus dem Zwischenmenschlichen. Starten Sie das Projekt mit den wichtigsten 4 Instrumenten: Auftragsklärung, Kontextklärung, Risikocheck, kompakte Planung. Die Methoden sehen einfach aus und sind gerade deshalb sehr wirkungsvoll. Seien Sie mutig und sprechen Sie unklare und unrealistische Themen zügig an. Auch wenn Ihr Chef (zunächst) eine anderen Ansicht oder Erwartung hat. Eine ganz wichtige Erkenntnis: Wer widerspruchslos nur macht, was der Chef sagt, bleibt  nicht lange Projektleiter. Wer Projekte erfolgreich leiten will, muss sich für realistische Ziele und Rahmenbedingungen einsetzen.

Projekte leiten ist auch Übungssache. Mit dem richtigen theoretischen Wissen hat man schon einen guten Start, aber dann macht nur die tägliche Übung den Meister. Das ist wie beim Sport beim Erlernen eines Instruments. Und man kann jeden Tag besser werden. Auch ich lerne nach so vielen Jahren noch laufend etwas Neues dazu.


Der Begriff „Agilität“ ist heutzutage in aller Munde. Alles und jeder muss agil sein, um Erfolg zu haben. Aber was heißt das für das Projektmanagement?

Agil zu sein ist heute hip und chic – und es steht heute leider oft als Synonym für viel Wunschdenken in Projekten: Schneller und flexibler sollen die Mitarbeiter springen, um die alten, unrealistischen Ziele vielleicht auf diese neue, „agile“ Art zu erreichen. Das funktioniert nur leider nicht, solange sich am Kernproblem nichts ändert: Zu viele, zu große Projekte mit zu wenig Mitarbeitern und unrealistischen Terminen werden auch mit agilen Ansätzen nicht besser. Dabei bieten die agilen Prinzipien und Methoden viele gute Anregungen, um Projekte wirklich erfolgreicher zu machen. Und wenn man genau hinschaut, sind diese sind gar nicht so wirklich neu: Ziele und Nutzen klären und aktuell halten, kleinere Projekte und Pakete machen, nicht zu viel gleichzeitig machen wollen, sondern sich auf die wesentlichen Teile konzentrieren – all dies ist schon seit vielen Jahren bekannt. Damit Projekte agiler werden können, müssen alle im Unternehmen mitmachen. Wenn ein Projektleiter alleine agiler werden will, reicht es nicht.


Nehmen wir an, ein Projekt scheitert tatsächlich, aus welchen Gründen auch immer. Wie gehe ich damit um?

Ruhe bewahren, das ist den besten Projektleitern schon passiert. Und es ist eine super Lernchance, wenn man sie gut verarbeitet. Dabei ist es wichtig, vor allem auf sich selbst zu schauen, was man hätte anders machen können und keine simplen Gründe im Außen zu suchen. Es sind meist nicht nur der schwierige Kunde, der anspruchsvolle Chef oder die unmotivierten Kollegen Schuld am Misserfolg. Fragen Sie sich: „Was hätte ich bei diesem anspruchsvollen Kunden, in dem schwierigen Umfeld, bei diesen Risiken und wenigen Mitarbeitern anders machen können?“ Wenn Ihnen dazu wirklich nichts einfällt, dann fragen Sie sich weiter: „Wo hätte ich vielleicht zu Beginn besser verhandeln können?“ oder „Wo hätte ich hartnäckiger sein müssen, um für Randbedingungen zu sorgen, bei denen das Projekt funktioniert hätte?“ Wenn Sie sich damit schwer tun, ist es auch ein guter Anlass, auf ein Seminar zu gehen, bei dem Sie für solche konkreten Erlebnisse und Fragen Beratung bekommen.


Sie sind selbst erfahrener Projektmanagement-Trainer und schulen jährlich Hunderte von Seminarteilnehmer. Hand auf´s Herz: Haben Sie selbst schon Projekte in den Sand gesetzt?

Aber klar doch! Vor allem zu Beginn als Projektleiter ging ich über-optimistisch an manche Projekte ran. Bei einem Entwicklungsprojekt dachte ich ernsthaft, dass jeder, der mein Projekt nicht so toll findet wie ich, nur ein Miesepeter und negativ eingestellt sei. Damals habe ich zu spät gemerkt, dass die Einwände der Kollegen wirklich valide waren und ich sie besser berücksichtigt hätte. Meine Ignoranz hat das Projekt damals um Monate zurückgeworfen, weil wir erst zu spät merkten, wo die Probleme lagen, auf die uns die „Nörgler“ schon lange hingewiesen hatten. Heute ist diese Erfahrung für mich ein ganz normaler Bestandteil des Risiko- und Stakeholdermanagements geworden.


Erfolgreiches Projektmanagement Cover Titel Erfolgreiches Projektmanagement
einfach – praktisch – agil
Nützliche Methoden für kleine und mittlere Projekte
ISBN 978-3-96186-003-6

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Symbolfoto Ein junger Autor sitzt vor einer Schreibmaschine, beschrieben Blätter fliegen von ihm weg.

Korrespondenz mit Stil, Charme und Methode

Ein Aufruf an den guten Ton

Der Gang zum Briefkasten ist in den meisten Fällen wenig euphorisch. Was haben wir auch zu erwarten? Rechnungen, Werbeprospekte, die Fernsehzeitung – im besten Fall noch der neue IKEA-Katalog. Die Zeiten, in denen man sehnsüchtig auf die Antwort des Brieffreunds oder der Tante in Amerika wartete, sind lange vorbei. WhatsApp, Facebook, Twitter & Co. sind schneller als jeder noch so motivierte Postbote. Natürlich geht es schneller, ist günstiger und einfacher. Außerdem möchten wir auch gar nicht so lange auf eine Antwort warten. Schließlich sind wir es gewohnt, auf Anfragen per E-Mail umgehend eine automatische Eingangsbestätigung zu erhalten oder zumindest eine Meldung des Abwesenheitsassistents – insbesondere in der geschäftlichen Korrespondenz.

Privat werden wir schon nach spätestens einer Stunde nervös, wenn eine „dringende“ WhatsApp-Nachricht nicht beantwortet wird – obwohl doch das Häkchen blau ist!

Vor einiger Zeit galt noch die Devise: Ein Brief  wird auch mit einem Brief beantwortet. Als Zeichen der Wertschätzung. Schließlich hat sich jemand tatsächlich die Zeit genommen, diesen Brief zu schreiben, die Adresse abzutippen, das Blatt auszudrucken, per Hand  zu unterschreiben, zusammenzufalten und in ein Kuvert zu stecken. Für eine E-Mail bedarf es nur weniger Klicks. Im besten Fall reicht ein Mausklick auf „Beantworten“ und schon geht´s los! Die einzige Herausforderung steckt  dann nur  noch in der korrekte Orthografie. Handelt es sich dann auch noch um vorformulierte Standardantworten, wie es beispielsweise im Kundenservice vieler Firmen der Fall ist, geht es eigentlich nur noch um die korrekte Anrede. Eigentlich.

Aber:  Plötzlich wird aus der Frau der Herr, der Name ist falsch geschrieben, der Titel  wird aberkannt oder ohne Promotion kommt zur Doktorwürde. Ist es tatsächlich zu viel verlangt, wenigstens richtig angesprochen zu werden, wenn schon kein Aufwand mehr betrieben wird,  den Inhalt zu personalisieren? Gleiches gilt für jegliche Werbepost, obwohl wir uns dabei bewusst sind, dass eine Datenbank unsere Daten anhand einer gewissen Suchanfrage  ausspuckt und keine reale Person dieses Schreiben an uns adressiert hat. Das heißt, die Bewertung ist eine ganz andere.

Dabei ist es doch so einfach, schließlich lernt man Briefeschreiben schon in der Grundschule. Absender, Adresse, Datum, richtiger Ansprechpartner usw. Allerdings gewinnt man mit den damals erlernten Standardfloskeln heute keinen Blumentopf mehr. Selbst die Briefkultur geht mit der Zeit und abgesehen von den formalen Standards gelten Formulierungs- und Stilvorgaben für gute, geschäftliche Korrespondenz auch für den E-Mail-Verkehr. Der richtige Ansprechpartner ist dabei noch das Mindeste. Was es generell zu beachten gilt, welche Floskeln heutzutage zu vermeiden,  wann aber welche Wendungen unerlässlich sind, stellt der Bestseller von Bärbel Wedmann-Tosuner   „Geschäftsbriefe geschickt formulieren“ übersichtlich vor.

In der unendlichen E-Mail-Flut, die uns tagtäglich erreicht und die wir selbst produzieren, ist es leicht, unterzugehen. Ein nichtssagender Betreff, ein zum wiederholten Male vergessener Anhang und dann noch ein belangloses Schreiben, dem eine Signaturwüste folgt … bestenfalls bleibt unsere Mail lange als ungelesen markiert, im schlimmsten Fall landen wir im Papierkorb. Und dabei hilft doch häufig ein unscheinbares, kleines Wort, das unseren Ansprechpartner unbewusst zu einer Reaktion auffordert:   Danke!

Doch seien wir ehrlich? Würden wir uns nicht gelegentlich über einen echten Brief freuen? Würden wir uns nicht geehrt fühlen, wenn uns der Chef zur 10-Jährigen Betriebszugehörigkeit mit einem echten Brief beglückwünschen würde, statt mit einer unscheinbaren E-Mail? Stellen Sie sich die Überraschung vor, wenn zwischen dem nächsten Kreditangebot und der Stromrechnung ein  handgeschriebenes Kuvert liegen würde!


Buchcover Geschäftsbriefe geschickt formulieren Geschäftsbriefe geschickt formulieren
So überzeugen Sie mit stilsicherer Korrespondenz
ISBN 978-3-96186-011-1

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Symbolbild für Projektmanagement international

Agiles Projektmanagement: Kanban, Scrum, Lean & Co – das Beste aus den agilen Welten nutzen

Sie möchten einen Überblick über die aktuellen agilen Methoden und Ansätze erhalten? Und erleben, wie Sie damit Ihr eigenes Projektmanagement flexibler gestalten können, und gleichzeitig Ihre bewährten Elemente erhalten? In diesem Seminar erhalten Sie sehr viele frische Ideen, die Sie schon am nächsten Tag umsetzen können. Machen auch Sie Ihre Projekte agiler!

In diesem Seminar erhalten Sie einen Überblick über die aktuellen Ansätze agilen Projektmanagements und bekommen frische Ideen und viele Tipps, wie Sie diese agilen Prinzipien und Methoden in Ihren Projekten umsetzen können. So werden auch Ihre Projekte flexibler, leichter und spürbar schneller. Sie lernen dabei auch einzelne Methoden wie Scrum oder Kanban genauer kennen und wissen, wie Sie diese mit Ihrem bisherigen Projektmanagement effektiv kombinieren können. So erhalten Sie nicht nur zufriedenere Kunden, sondern auch engagiertere Mitarbeiter in Ihren Projekten.

Eine Berufsanfängerin im Business Outfit blickt selbstbewusst in die Kamera

Vorteile und Tücken der guten Konjunktur für Arbeitnehmer

Das Jahr 2018 hätte für Bewerber kaum besser starten können. Deutschland erlebt eine Beschäftigung auf Rekordniveau und die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung. Unternehmen sind frustriert, dass 50 Milliarden Euro Wertschöpfung nicht realisiert werden können, da die passenden Mitarbeiter fehlen. Es ist keine Ausnahme, wenn Stellen ein halbes Jahr oder länger nicht besetzt werden können.

Grund für Optimismus

Unabhängig von der exzellenten Konjunktur, die seit nunmehr zehn Jahren anhält, gibt es noch mehr Grund zu Optimismus für Arbeitnehmer: Die demografische Entwicklung führt dazu, dass jeden Tag zwei Babyboomer in Rente gehen, während eine Person aus den Generationen Y oder Z nachrückt. Bis 2025 werden somit 5,5 Millionen Erwerbstätige aus dem Arbeitsprozess aussteigen. Eine beunruhigende Vorstellung für Unternehmen. Für Arbeitnehmer jedoch wird der Jobwechsel einfacher.

Bewerben ist trotzdem kein reines Zuckerschlecken

Ab sofort ist die Bewerbung also ein Zuckerschlecken? Nicht ganz! Natürlich muss eine qualifizierte Vorarbeit geleistet werden. Im Zeitalter von Copy-and-paste meinen Arbeitgeber, dass lediglich zehn Prozent der digitalen Bewerbungen verwertbar sind. Außerdem „flüchten“ immer mehr Unternehmen bei der Stellenvergabe in die „Unsichtbarkeit“ des verdeckten Arbeitsmarktes. So wundern sich Bewerber, dass angeblich mehr als eine Million Stellen offen sind, sie jedoch keine passende Position finden.

Geschönte Stellenausschreibungen

Darüber hinaus gibt es weitere Gefahren, die der Bewerber kennen sollte. Mittlerweile wenden Unternehmen und Headhunter die gleichen Methoden an, die sie früher Bewerbern vorgeworfen haben. Lebensläufe wurden in der Vergangenheit kritisch beäugt und es hieß, dass 30 Prozent der Unterlagen etwas geschönt waren. Heute werden die Stellenausschreibungen „nachgebessert“.

Die Stellen werden hochwertiger, interessanter und attraktiver dargestellt, als sie tatsächlich sind. Wurde ein Headhunter zur Besetzung der Stelle engagiert, spielt dieser das Spiel häufig mit. Er lobt Job und Unternehmen in den höchsten Tönen und drängt darauf, Kandidat und Unternehmen zusammenzubringen. Beim Interview tritt dann manchmal Ernüchterung ein. Vielfach wird ein ordentliches Gehalt gezahlt. Daran scheitert es nicht. Aber die Jobinhalte stellen sich als weniger reizvoll heraus als in der Anzeige angekündigt.

Selbstreflexion vor der Vertragsunterzeichnung

Der Arbeitgeber hofft, durch Sympathie ausgleichen zu können, was der Job nicht hergibt. Auffallend oft sieht der Kandidat weder Team noch Arbeitsplatz und bekommt überraschend schnell ein Angebot zugesendet. Spätestens an dieser Stelle gilt es, vorsichtig zu sein. Arbeitgeber setzen darauf, dass ein Kandidat in der Probezeit nicht kündigen wird, wenn sich dieser erst einmal zum Wechsel entschieden hat. Nun ist Selbstreflexion und Bedenkzeit nötig. Bei Kandidaten besteht die Gefahr der selektiven Wahrnehmung. Sie wissen, warum sie wechseln wollen. Daher schauen sie, ob beim Zielunternehmen die Faktoren stimmen, die zur Wechselbereitschaft führten. Ist der Chef sympathisch? Ist die Fahrtzeit zum Unternehmen kürzer? Steht die Branche gut dar? Wird mehr Gehalt bezahlt? Ist eine Entwicklungsperspektive gegeben?

Team und Kollegen im Bewerbungsprozess kennenlernen

Die brennenden Fragen werden abgehakt, ohne zu überlegen, dass hier ganz andere Schwachpunkte auftauchen können. Da sich Bewerber heute vielfach in der stärkeren Position befinden, sollten sie zumindest fordern, das künftige Team und den Arbeitsplatz kennenzulernen. Es ist natürlich von großer Bedeutung, dass der Kandidat ein gutes Gefühl beim Kennenlernen der neuen Kollegen hat. Idealerweise kann etwas Zeit mit ihnen verbracht werden – ohne Anwesenheit der Führungskraft. So entsteht Raum für Fragen, die sonst nicht gestellt werden würden. Wie sieht die Führungskultur aus der Sicht des Teams aus? Würden sie hier nochmals anfangen? Was macht Spaß? Gibt es Anlass zur Frustration?

Der erste Arbeitstag ist oft entscheidend

Es gibt sowieso einen Tag eins. An diesem Tag wird jeder neuer Mitarbeiter mit den Realitäten konfrontiert, die bisher verschwiegen wurden. Die Statistik sagt, dass mehr als die Hälfte der Kandidaten, die innerhalb der Probezeit gekündigt haben, die Entscheidung am ersten Arbeitstag getroffen haben. Das ist ein GAU für den Arbeitgeber, das Team und den Bewerber selbst. Mit etwas Selbstreflexion, Zurückhaltung bei der Vertragsunterzeichnung und Forderung nach mehr Transparenz im Einstellungsprozess können solche Fehler vermieden werden.


gemalter Kreidepfeil mit Inschrift Tipps + TricksWeitere Beiträge zum Thema Bewerbung

 So geht Bewerben: Tipps vom Karriere-Coach

Der Experte in Sachen Bewerbung Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere.


Über den Autor

 Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven, Experte in Sachen Bewerbung, gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere. Als SZ-Jobcoach schreibt er regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung.

Jeden Monat zeigt er innovative und teils kuriose Ansichten und Herangehensweisen an Probleme, die garantiert jeder Bewerber in seinem Leben einmal erlebt hat – vom Bewerbungsprozess bis hin zum heiß ersehnten Gespräch, vom Berufseinstieg bis zum beruflichen Neuanfang.

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven blickt auf eine internationale Karriere als Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen und Konzerne (u.a. Yves Rocher und Gillette) zurück. Der Karriere-Coach hält als Gastdozent am MCI Management Center Innsbruck Vorträge zum Thema Job-Hunting, verfasst Beiträge für das Magazin FOCUS und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung.

Symbolbild die Zukunft des Bewerbens - Bewerbung 4.0

Bewerben 4.0: Autor Zeylmans van Emmichoven im Interview

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven ist Karriere-Coach und Bestsellerautor. Als Gastdozent hält er  Vorträge zum Thema „Job-Hunting“, er verfasst Beiträge für Magazine und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung. Gerade ist sein neues Buch Bewerben 4.0 – Dein Traumjob in der digitalen Arbeitswelt erschienen. Er erläutert uns im Interview, was Bewerbung 4.0 bedeutet:

Herr Zeylmans, viele Ideen der Science-Fiction-Romane aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren haben sich inzwischen bereits erfüllt. Oder wurden von der Gegenwart überholt. Wir sind mittendrin im großen Wandel … Liest man Ihr neues Buch „Bewerben 4.0“, steigt man quasi in eine Raumkapsel ein – und Sie erklären uns die Kometen am Sternenhimmel oder besser: Sie beschreiben, wie sich unsere Lebens- und Arbeitswelt verändert und welche Trends sich abzeichnen. Hatten Sie mal den Traum, ein Sci-Fi-Autor zu werden?

Nein, eigentlich nicht. Wenn ich mir aber die heutige Realität anschaue, finde ich diese schon sehr spannend. Google hat Moonshot-Projekte und will z. B. den Tod besiegen. Über das Smartphone ist heute Gesichtserkennung möglich. Es scheitert nur noch an rechtlichen Hürden. Die Idee, demnächst ins Auto zu steigen und nicht mehr fahren zu müssen, gefällt mir. Gern verbringe ich meine Zeit mit anderen Dingen. Darüber schreibe ich. Was sind die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt? So verschwimmen Science Fiction und Realität immer mehr. Die Geschwindigkeit der Entwicklungen steigt exponentiell an!


Vor knapp 20 Jahren wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, weil der Verleger wissen wollte, wer die aus dem Rahmen fallende Bewerbung gemacht hatte. Tatsächlich hatte ich die Mappe aus weinrotem Karton selbst ausgeschnitten und gefalzt, ein besonderes Foto außen aufgeklebt und das Ganze mit einem satinierten Band zusammengebunden. Heute packt man Anschreiben, Zeugnisse, Profil und CV in eine pdf-Datei und ratzfatz ist eine Bewerbung 4.0 fertig. Oder?

Auch heute ist es wichtig aus dem Rahmen zu fallen. Die Outplacementberatung von Rundstedt spricht von 300 Bewerbungen auf eine Stelle. Karriere-Beraterin Svenja Hofert gar von bis zu 800 Bewerbungen. Somit haben sich die Prinzipien nicht geändert. Bewerben kommt von Werben und da ist Aufmerksamkeit natürlich elementar.

Wenn wir eine Bewerbung als Verpackung und Inhalt sehen ist es natürlich wichtig, dass auch der Inhalt überzeugt. Es ist aber tragisch, wenn der Inhalt hochwertig ist, die Verpackung aber unattraktiv. Dann wird das Paket nicht angerührt. Für einen Bewerber ist es blöd, dass er plötzlich Experte werden soll in der Selbstvermarktung. Diese Skills benötigt er in dieser Weise wenige Male im Leben. Meckern nützt aber nichts wenn man einen neuen Job braucht. Und dafür gibt es dann auch die Bewerbungslektüre.


Sie sprechen es an: Coachings, Webinare, Karriereliteratur – Bewerber und Bewerberinnen sind heute hervorragend darauf vorbereitet, sich optimal im Gespräch zu präsentieren. Für Personaler ist es schwer, den Menschen hinter dem antrainierten Auftritt zu erfassen. Worauf richtet er sein Augenmerk?

In der Tat ist der Bewerber häufig besser vorbereitet als der Fachbereichsleiter. Dieser stellt wenige Mitarbeiter pro Jahr ein. Der Bewerber liest Bewerbungslektüre, lässt sich coachen und hat vielleicht einige Interviews hinter sich gebracht. Der potenzielle Chef hat vielleicht einige schlaflose Nächte, denn er möchte keine Fehlentscheidung treffen.

Das Wort „Authentizität“ hört sich ein bisschen abgedroschen an. Dennoch will das Unternehmen irgendwie „fühlen“ wer einem gegenüber sitzt. Wird da nur ein Schauspiel aufgeführt? Oder „ist“ die Person wirklich so? Als Bewerber sollte man ein wenig Empathie mitbringen. Die Amerikaner sprechen auch von einer „Connection“. Der Chef will eben diese Verbundenheit erfahren und nicht das Schauspiel bei dem er nur Zuschauer ist.


Auch Führungskräfte sitzen heute nicht mehr unendlich lang im selben Sattel. In der zunehmend volatilen Arbeitswelt gibt es viele Gründe, ein Arbeitsverhältnis aufzukündigen. Welches sind die besonderen Herausforderungen, mit denen Führungskräfte auf Jobsuche konfrontiert sind? Worauf müssen sie sich einstellen?

In einer schnelllebigen Welt sind die Erfolgsprinzipien der Vergangenheit immer weniger geeignet für die Strategien der Zukunft. Erfahrung wird inflationär, da der Nutzen abnimmt. Wer heute führt, hat vielleicht fünf Generationen unter seiner Obhut. Traditionalisten, Babyboomers, Generation X, Y und Z. Diese ticken alle anders und müssen miteinander zusammenarbeiten. Wer sich als Chef nicht von den Gesetzmäßigkeiten lösen kann, die bei der eigenen Jobsuche Bedeutung hatten, wird eine neue Generation als unverschämt, fordernd und auf sich selbst ausgerichtet empfinden. Vor zwei Wochen schrieb die FAZ: Für die neue Generation ist Spaß wichtiger als Karriere.


Lassen Sie uns mal in die Kristallglaskugel schauen … wie sehen Sie unsere Arbeitswelt in sagen wir – 15 Jahren? Feel Good Managers servieren uns morgens einen Obstkorb und fragen, ob wir uns schon um unseren nächsten Urlaub gekümmert haben? Oder hängen wir Tag und Nacht mit viereckigen Augen vorm Terminal und programmieren unseren digitalen Doppelgänger, bis er so perfekt ist, dass er uns vollständig ersetzt?

George Friedman schreibt in seinem Buch „Die nächsten 100 Jahre“ über den Kampf der Länder um die Erwerbstätigen. Wir sehen – und dafür benötigen wir keine Kristallkugel – dass Deutschland bis 2025 ca. fünf Millionen Arbeitskräfte verloren gehen. Das ist Demografie. Täglich gehen zwei Babyboomer in Rente. Diese wird von einem Generation Y oder Z (Jahrgänge seit 1980 oder 2000) ersetzt. Die letzten 10 Jahre haben wir einen wirtschaftlichen Boom gesehen. Dazu hat sich die Arbeitslosigkeit halbiert. Wenn das so weiter geht, haben die Arbeitgeber in der Tat ein Problem. Schon heute können 50 Milliarden Euro Wertschöpfung nicht realisiert werden, da die Mitarbeiter fehlen.

Ich denke, dass Firmen alles tun werden, um Mitarbeiter zu gewinnen und sie zu halten. Das fängt bei der Arbeitsflexibilität an. Das Alter wird immer weniger wichtig. Arbeitnehmer werden – freiwillig – immer länger arbeiten, auch über den Ruhestand hinaus. SPIEGEL Online schrieb: 50 ist das neue 30. Somit ist es auch möglich, länger im Beruf zu bleiben.

Darüber hinaus werden immer weniger Leute im Angestelltenverhältnis arbeiten. Auch freiwillig. Schon heute kenne ich jemanden, der freiberuflich Arbeitszeugnisse für deutsche Arbeitnehmer überarbeitet und verfasst. In Thailand! Ein befreundeter Anästhesist arbeitet selbstbestimmt als Honorarkraft. Vor einiger Zeit war er mehrere Wochen in Peru. Das wäre im Angestelltenverhältnis nicht möglich gewesen. Ein Bekannter, der aus einem DAX-Unternehmen ausgestiegen ist, hat sich an vier Start-Ups beteiligt und gibt sein Wissen weiter. Ein anderer Freund hat auch aus eigener Entscheidung einen Konzern verlassen und sich als Headhunter selbständig gemacht.


Cover Buch Bewerbung 4.0Bewerben 4.0
Dein Traumjob in der digitalen Arbeitswelt
ISBN 978-3-96186-006-7

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Autorenbild Zeylmans

So geht Bewerben: Tipps vom Karriere-Coach

Der Experte in Sachen Bewerben  Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere. Als SZ-Jobcoach schreibt er regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung. Jeden Monat zeigt er hier innovative und teils kuriose Ansichten und Herangehensweisen an Probleme, die garantiert jeder Bewerber in seinem Leben einmal erlebt hat – vom Bewerbungsprozess bis hin zum heiß ersehnten Gespräch, vom Berufseinstieg bis zum beruflichen Neuanfang.

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven blickt auf eine internationale Karriere als Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen und Konzerne (u. a. Yves Rocher und Gillette) zurück. Der Karriere-Coach hält als Gastdozent am MCI Management Center Innsbruck Vorträge zum Thema Job-Hunting, verfasst Beiträge für das Magazin FOCUS und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung.

Vincent Zeylmans bei YouTube

Neben seinen monatlichen Tipps gibt es Vincent Zeylmans ab sofort auch live zu sehen: In kurzen Interviews erklärt Vincent Zeylmans, was es mit dem verdeckten Arbeitsmarkt auf sich hat oder warum eine klassische Bewerbung auf Dauer nicht mehr funktionieren kann.

 Mehr Videos in unserem YouTube-Kanal!


Alle Beiträge auf einen Blick

Wie finde ich 2021 einen neuen Job?

Das Jahr 2020 übertraf in seiner Unberechenbarkeit – daran besteht kein Zweifel – alle Erwartungen! Was bedeutet das nun aber für den Arbeitsmarkt 2021? Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven zeigt auf, wie die Jobsuche 2021 gelingen kann.  Zum Tipp

„Planung ersetzt den Zufall durch Irrtum.“ (Einstein)

Oder bedeutet dieser Ausspruch Einsteins nichts anderes als: Wer nicht weiß wohin er will, soll sich nicht wundern, wenn er nirgendwo ankommt. Dieser Ausspruch mag drastisch erscheinen, denn jeden Tag geht die Sonne auf. Also landen wir irgendwo – und vielleicht sind wir ganz zufrieden mit der Führung des Lebens. Es ist aber menschlich, dass wir in Augenblicken der Selbstreflexion überlegen, wie wir unser Leben gestalten möchten. Wir haben Wünsche und Träume, dazu ein Potenzial, diese zu realisieren.  Zum Tipp

Wie die Wahrnehmung des Arbeitsmarkts unsere Bewerbungsaktivitäten beeinflusst

In Deutschland mögen wir Sicherheit! Lieber werden Tatsachen zu düster dargestellt, als dass wir uns nachher für zu viel Optimismus entschuldigen sollten. Schwärmerei ist ohnehin verpönt. Diese Beobachtung ist natürlich mit der Tatsache verbunden, dass sich „schlechte Nachrichten“ besser vermarkten lassen als eine positive Berichterstattung. Doch dass man nicht jede mediale Aussage für bare Münze nehmen sollte und welche Auswirkungen das auf die eigene Jobsuche hat, erklärt Autor Vincent Zeylmans in seinem aktuellen Beitrag.  Zum Tipp

Was ist beruflicher Erfolg?

In den ersten ein, zwei Wochen im neuen Jahr vergeht kaum ein Gespräch ohne die obligatorischen Wünsche für ein „erfolgreiches neues Jahr“. Was aber ist Erfolg? Ein besseres Gehalt? Ein Aufstieg auf der Karriereleiter? Autor Zeylmans über Entscheidungen, Lebensentwürfe und wie unterschiedlich persönlicher Erfolg ausfallen kann.  Zum Tipp

Midlife-Crisis im Beruf – und jetzt?

Jeder kennt es: Nach Jahren im eingespielten Trott regen sich Zweifel. Wir geben Tipps gegen die berufliche Midlife-Crisis. In Zeiten von Influencern und Start-ups ist womöglich der Schritt in die Selbstständigkeit eine Alternative.  Zum Tipp

Sonne, Sand und Selbstreflexion

Der Wunsch nach einer Veränderung im Job kommt oft schleichend. Nutzen Sie die Urlaubszeit zur Selbstreflexion und um über die eigene berufliche Situation nachzudenken.  Zum Tipp

Das Telefoninterview – was gilt es zu berücksichtigen?

Das Telefoninterview als Alternative zum klassichen Bewerbungsgespräch kann auch Vorteile haben. Damit alles optimal läuft, finden Sie hier ein paar Tipps zur Vorbereitung. Vor allem muss die Technik funktionieren, auch im Kommunikationsstil gibt es ein paar Besonderheiten zu beachten.  Zum Tipp

Der Bewerbungszyklus: Welche Monate eignen sich besonders für Bewerbungen?

Autor Zeylmans erläutert in seinem Gastbeitrag, warum die Sommerzeit ungünstig für Bewerbungen ist, welche Monate sich besser eignen und wie man die ruhigeren Zeiten im Bewerbungszyklus dennoch für die eigenen Pläne nutzen kann.  Zum Tipp

Vorteile und Tücken der guten Konjunktur für Arbeitnehmer

Mehr Transparenz im Einstellungsprozess: Warum gerade aufgrund boomender Wirtschaftslage und Fachkräftemangel jeder Bewerber einen genauen Blick auf Stellenanzeige und tatsächlicher Tätigkeit werfen sollte.  Zum Tipp

Was sollten Sie bei der Erstellung eines LinkedIn-Profils beachten?

Wie sinnvoll ist es neben einem Xing-Account auch noch ein LinkedIn-Profil zu pflegen? Ist das nicht irgendwie das Gleiche und deshalb zu viel?  Zum Tipp

Was sollten Sie bei der Erstellung eines XING-Profils beachten?

Ein Profil bei einem Business-Netzwerk wie Xing ersetzt heute quasi die Visitenkarte. Also höchste Zeit, sich näher mit dem Profil zu befassen.  Zum Tipp

Welche Bedeutung haben Arbeitszeugnisse – und was sind die Konsequenzen, wenn ich keine vorlegen kann?

Zeugnisse werden immer vergleichbarer. Legen Sie Wert darauf, dass nicht nur Ihre Aufgaben, sondern persönliche Erfolge und Leistungen beschrieben werden.  Zum Tipp

Sinn der Bewerbungsunterlagen: Kompetenzen und Erfolge sichtbar machen

Seit sechs Monaten befassen wir uns mit dem Thema der Bewerbungsunterlagen. Warum?  zum Tipp

Ist es einfacher, sich aus einem gekündigten als aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis zu bewerben?

Erst kündigen und dann in den Bewerbungsmarathon starten? Welche Vorteile sich daraus ergeben erläutert unser Autor Zeylmans in diesem Bewerbungs-Tipp.  zum Tipp

Wie erhält der Arbeitgeber Ihre Bewerbung?

Portal, E-Mail oder Papier: Je nach Stellenangebot und Unternehmensform kann es sich lohnen, die klassische Papierbewerbung in Erwägung zu ziehen.  zum Tipp

Bewerbungsunterlagen: Basisprinzipien für den Erfolg – der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist immer noch das wichtigste Bewerbungsdokument. Wichtig ist die Auflistung von Hauptaufgaben sowie von Erfolgen zu jeder Position.  zum Tipp

Bewerbungsunterlagen: Basisprinzipien für den Erfolg – das Deckblatt

Papier oder digital: Das Deckblatt bietet eine einzigartige Chance, Einfluss auf den ersten Eindruck zu nehmen, den der Arbeitgeber von uns gewinnt!  zum Tipp

Bewerbungsunterlagen: Basisprinzipien für den Erfolg – das Kompetenzprofil

Die Persönlichkeit ist bei einer Personalentscheidung zu 50 Prozent ausschlaggebend. Präsentieren Sie Ihre Qualitäten mithilfe eines Kompetenzprofils.  zum Tipp

Bewerbungsunterlagen: Basisprinzipien für den Erfolg – das Anschreiben

Bewerben ist Werben in eigener Angelegenheit. Da die meisten Personaler den Unterlagen bei der Erstdurchsicht weniger als zwei Minuten widmen, kommt der Optik eine wichtige Bedeutung zu.  zum Tipp

Ist Sympathie im Bewerbungsprozess bedeutend?

Wer die Emotionen seines Gegenüber berücksichtigt, hat bessere Chancen im Bewerbungsverfahren.  zum Tipp

Einstieg in das Jahr 2017

Trotz der momentan guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollten die Mindestanforderungen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen erfüllt sein.  zum Tipp

 

 

 

Cover Bewerben 4.0

Bewerben im Zeitalter der Digitalisierung

Die digitale Transformation ist in vollem Gange und stellt Unternehmen als auch Bewerberinnen und Bewerber vor neue Herausforderungen. Mit wenigen Klicks können Stellenanzeigen über viele Kanäle veröffentlicht werden und ebenso schnell wird die Bewerbung digital verschickt. Dennoch haben Jobsuchende und Arbeitgeber oft Schwierigkeiten, zusammenzufinden.

Wir haben weniger Zeit, unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt, doch die Anforderungen wachsen. Die Digitalisierung trifft auf den demografischen Wandel und die Globalisierung, gemeinsam krempeln sie nicht nur den Berufsalltag, sondern unsere ganze Art zu leben und zu kommunizieren um.

In zehn motivierenden Kapiteln beschreibt der Autor, wie Bewerben 4.0 funktioniert und wie wir uns im digitalen Dschungel sichtbar machen können. Dabei gilt es, nicht nur neue Anforderungsprofile zu erfüllen, sondern daran zu denken, dass wir in Zukunft länger arbeiten und lebenslang lernen werden. Resilienz ist das Schlagwort für ein erfülltes und gesundes Arbeitsleben.

Auch Unternehmen müssen umdenken und sich den veränderten Ansprüchen und Werten der Bewerbenden stellen. Der Fachkräftemangel und die Generation der jungen Berufstätigen fordern sie auf, besondere Anreize zu schaffen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und längerfristig zu binden.

Das soeben erschienene Sachbuch Bewerben 4.0 von Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven begleitet bei der Jobsuche durch die zunehmend komplexe Welt und unterstützt bei der Bewerbung digital.


Buchcover Bewerben 4.0 - Bewerbung digital Bewerben 4.0
Dein Traumjob in der digitalen Arbeitswelt
ISBN 978-3-96186-006-7

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